Häuser und Wohnungen wurden 2018 um 4,7 Prozent teurer

    26. März 2019, 13:15
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    Bestehender Wohnraum wurde um 5,3 Prozent teurer, bei Häusern hat sich der Preisanstieg etwas eingebremst

    Wien – Häuser und Wohnungen wurden im Jahr 2018 in Österreich um rund 4,7 Prozent teurer. Diese Preissteigerung, die der Häuserpreisindex (HPI) der Statistik Austria aktuell ausweist, liegt deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate von 2,0 Prozent, aber etwas unter der bisherigen durchschnittlichen jährlichen Teuerung des HPI, der seit 2010 erhoben wird, von 5,7 Prozent. Auch im Vergleich zu 2017 (+5,3 Prozent) ist der Preisanstieg von Häusern und Wohnungen laut Statistik Austria leicht zurückgegangen.

    Grundlage der Erhebung sind die von Privathaushalten getätigten Käufe von neuen und bestehenden Häusern und Wohnungen. Erfasst und quartalsweise ausgewertet werden jeweils die tatsächlichen Transaktionspreise.

    Stärkere Dynamik bei bestehendem Wohnraum

    Die Preise für bestehenden Wohnraum stiegen im Jahr 2018 um 5,3 Prozent, wobei vor allem bestehende Wohnungen (plus 6,4 Prozent) für den Preisanstieg verantwortlich waren. Bei bestehenden Häusern lag der Preisanstieg mit 3,9 Prozent nach den überdurchschnittlich hohen Steigerungen der Vorjahre (2017: 8,2 Prozent, 2016: 7,4 Prozent) eingebremst hat.

    Der Teilindex "Kauf von neuem Wohnraum", der die Preisentwicklung bei neu errichteten Wohnungen und Fertighäusern abbildet, stieg im Jahr 2018 um 3,2 Prozent. Der Preisindex für selbstgenutzten Wohnraum, der neben der Beschaffung von neuem und bestehendem Wohnraum auch Ausgaben enthält, die mit der Anschaffung und dem Eigentum von Wohnraum anfallen (Gebühren, Versicherungen, Kosten für Reparaturen und Renovierungen), stieg um 4,2 Prozent (2017: 2,8 Prozent).

    Größte Preisanstiege in Vorarlberg und Wien

    Den größten Anstieg der Häuserpreise gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Vorarlberg mit 16,2 Prozent, gefolgt von Wien mit 10,8 Prozent und der Steiermark mit 7,7 Prozent. In Tirol (5,9 Prozent), Niederösterreich (4,9 Prozent), Salzburg und Burgenland (jeweils 3,2 Prozent) fielen die Verteuerungen etwas moderater aus. In Kärnten kam es sogar zu Preisrückgängen bei Häusern, konkret um ein Prozent.

    Bei den Wohnungen verzeichnete das Bundesland Salzburg mit 10,1 Prozent den größten Preisanstieg, gefolgt von Tirol (9,5 Prozent) und Vorarlberg (9,0 Prozent). Am moderatesten waren die Preiserhöhungen in Kärnten (3,1 Prozent) und Niederösterreich (3,8 Prozent).

    In den Großstädten stiegen die Preise von Wohnungen am stärksten in Linz (8,7 Prozent) und Innsbruck (7,1 Prozent). In der Bundeshauptstadt Wien legte der Index um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, in Graz um 5,7 Prozent.

    Österreich etwas über EU-Schnitt

    Im europäischen Vergleich lag der österreichische Häuserpreisindex im Durchschnitt der ersten drei Quartale 2018 (das 4. Quartal wird international erst im April 2019 veröffentlicht) mit einer Preissteigerung von 4,7 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres etwas über der durchschnittlichen HPI-Teuerungsrate des Euroraums und der Europäischen Union (jeweils 4,4 Prozent). (red, 26.3.2019)

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