Bertelsmann verbucht höchsten Umsatz seit 2007

    26. März 2019, 11:39
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    Apples Videodienst ändere nichts an RTL-Strategie

    Berlin/Gütersloh/Luxemburg – Gestützt durch einen ungewöhnlichen Verkaufserfolg auf dem Buchmarkt hat der Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann 2018 den höchsten Umsatz seit 2007 verbucht. Das deutsche Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr eine Steigerung um 2,8 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Thomas Rabe am Dienstag in Berlin mitteilte.

    Der Konzerngewinn überschritt zwar erneut die Milliardenschwelle, lag aber wegen Sondereinflüssen mit 1,1 Milliarden Euro leicht unter dem Wert von 2017. So musste Bertelsmann viel Geld in die Hand nehmen für den Zusammenschluss seiner Callcenter-Sparte mit der marokkanischen Saham Group.

    Michelle Obamas 2018 veröffentliche Autobiografie "Becoming" verkaufte sich bisher fast 10 Millionen Mal. Der weltweite Erfolg der Buchtochter Penguin Random House ist allerdings nur ein kleiner Teil des Gesamtbildes bei Bertelsmann. Haupttreiber bleibt die börsennotierte RTL Group. Die werbefinanzierte, europäische Senderfamilie steigerte den Umsatz 2018 um 2,1 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

    Lokale Strategie

    Der Einstieg von Apple in den bisher von Netflix dominierten Video-Streamingmarkt ändert nach Angaben von Bertelsmann nichts an den Online-Videoplänen der Konzerntochter RTL. "Das beeinflusst nicht unsere Strategie", sagte Rabe: "Unsere Strategie ist lokal."

    Der europäische Konzern wolle die globalen Online-Videoplattformen, zu denen auch Amazon zählt, nicht kopieren, sagte Rabe. Vielmehr wolle man diesen internationalen Konkurrenten in lokalen Märkten wie Deutschland oder Frankreich Angebote entgegensetzen, die auf das dortige Publikum zugeschnitten seien. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch der RTL-Konkurrent ProSiebenSat.1.

    Apple will sich wegen der sinkenden Frage nach iPhones neu erfinden und hatte am Montag an seinem Firmensitz im kalifornischen Cupertino die neuen Angebote vorgestellt, inklusive eines Streamingdienstes, der ab Herbst starten soll. (APA, 26.3.2019)

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