Wieso Sie das Smartphone nicht als Wecker verwenden sollten

    25. März 2019, 10:30
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    Fünf Tipps, um den Handykonsum in den Griff zu bekommen

    Nicht wenige sind vom mobilen Telefon abhängig – von früh bis spät. Aber es gibt Möglichkeiten, diese Angewohnheiten zu ändern, wie der "Guardian" berichtet.

    Das Handy außerhalb des Schlafzimmers aufbewahren

    Viele von uns verwenden das Mobiltelefon frühmorgens als Weckhilfe. Das Handy wird so zu jenem alltäglichen Objekt, das die Schlafgewohnheiten mitbestimmt. 2017 fand eine Studie heraus, dass das Benützen von sozialen Medien 30 Minuten vor dem Schlafengehen zu gestörtem Schlafverhalten beitragen kann. Ratsam wäre deshalb, das Handy außerhalb des Schlafzimmers aufzuladen und sich zudem einen Wecker zu kaufen.

    Unnötige Benachrichtigungen deaktivieren

    Lange wird es nicht dauern, bis das Mobiltelefon abermals durch Klingeln oder Vibrieren bittet, erneut ergriffen zu werden. Deshalb sollte man sich die Zeit nehmen, einen tiefen Blick in die eigenen Einstellungen zu werfen. Das Center of Humane Technology (CHT), eine Non-Profit-Organisation des ehemaligen Google-Produktmanagers Tristan Harris, will genau hier einhaken: Er empfiehlt, all jene Nachrichten zu deaktivieren, die nicht direkt von anderen Kontakten stammen. So würde das Handy beispielsweise nicht mehr an vermeintliche Neuigkeiten wie "14 Personen gefällt dein Foto" erinnern.

    Die Zeit vor dem Bildschirm aktiv limitieren

    Die neuesten Versionen von Android und iOS bieten wöchentliche Reporte darüber an, wie oft das Mobiltelefon in die Hand genommen wurde, wie viele Stunden es pro Tag benützt wird und welche Apps die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Anstatt diese Daten lediglich passiv aufzunehmen, sollte man die Gelegenheit nutzen und aktiv versuchen, die Verweilzeit bei verschiedenen Apps zu minimieren. Hier könnten zeitliche Begrenzungen pro Tag helfen.

    "Go grey"

    Eine weitere Möglichkeit, Zeit am Handy einzuschränken, besteht darin, den Graustufen-Modus zu aktivieren. Harris weist darauf hin, die vorliegende Farbauswahl würde hierdurch neutralisiert werden. Jene Farbkombinationen, die dafür ausgerichtet seien, den Griff zum Handy wahrscheinlicher zu machen, würden so gedimmt werden.

    Bewusst üben

    Nicht für alles findet sich eine technische Lösung. Das bewusste persönliche Gegensteuern ist ebenfalls gefragt, um den Handykonsum einzuschränken. Fragen wie "Wieso mache ich das?" könnten vorerst davon abhalten, ziellos im Internet zu scrollen. "Ich bin gelangweilt während dieses sieben Sekunden langen Liftaufenthalts" wäre eine der möglichen Antworten, die längerfristig dazu führen könnten, das Handy weniger oft zu verwenden. (red., 25.3.2019)

    • Der Blick auf den Bildschirm – was tun dagegen?
      foto: apa/afp/odd andersen

      Der Blick auf den Bildschirm – was tun dagegen?

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