Fachjournal "PNAS" zeichnet österreichische Quantenphysiker aus

    21. März 2019, 13:45
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    Preis für die Weiterentwicklung des Computerprogramms Melvin, das autonom quantenphysikalische Experimente entwirft

    Wien/Innsbruck – Das Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) zeichnet sechs 2018 veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten mit dem Cozzarelli-Preis aus. Im Bereich "Physik und Mathematik" erhalten Physiker der Universitäten Wien und Innsbruck sowie des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) den Preis.

    Mit dem seit 2005 vergebenen Preis werden herausragende Beiträge zu den wissenschaftlichen Disziplinen der US-National Academy of Sciences (NAS) gewürdigt. Sie wurden aus den mehr als 3.200 Forschungsartikeln ausgewählt, die im vergangenen Jahr in dem Fachjournal erschienen sind. Benannt ist die Auszeichnung nach dem amerikanischen Biochemiker Nicholas Robert Cozzarelli (1938-2006), der von 1995 bis 2006 Chefredakteur von "PNAS" war.

    Melvins Vorschläge

    Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit von Alexey Melnikov, Hendrik Poulsen Nautrup, Vedran Dunjko, Markus Tiersch und Hans Briegel von der Uni Innsbruck sowie Mario Krenn und Anton Zeilinger von der Uni Wien und dem IQOQI steht das Computerprogramm Melvin.

    Dieser 2016 von Krenn, Zeilinger und Kollegen entwickelte Algorithmus kann autonom neue Quantenexperimente designen und hat durch seine unkonventionellen Lösungsvorschläge zu neuen Ideen geführt. Gemeinsam mit den Innsbrucker Kollegen um Hans Briegel haben sie in der 2018 veröffentlichten, nun prämierten Arbeit die Möglichkeiten von Melvin durch Künstliche Intelligenz (KI) erweitert. (red, APA, 21.3.2019)

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