Wifo: Österreich Nachzügler bei IT und Breitband-Internet

    21. März 2019, 12:18
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    AK: "Österreich kann es sich nicht leisten bei der Digitalisierung nur Mittelmaß zu sein."

    Österreich befindet sich bei IT und Breitband-Internet im guten europäischen Mittelfeld, unter Einbeziehung des Wohlstandes ist es allerdings ein Nachzügler, so das Fazit einer Studie von Wifo-Experte Michael Peneder im Auftrag der Arbeiterkammer (AK). Insbesondere beim schnellen Breitband sei das Land zurück gefallen. Und auch die Endverbraucher seien relativ zurückhaltend.

    Österreich liege beim Pro-Kopf-Einkommen in der EU auf den siebenten Rang, im Digitalisierungsindex der EU hingegen auf Platz elf. Und auch beim Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) hinke Österreich digital hinterher, wo das Land nur auf dem 15. Rang liege.

    Nachfrage zu gering

    Dies alles liege aber nicht an einer Investitionslücke, denn diese sei nicht erkennbar. Im Gegenteil, Österreich investiere vergleichbar viel. "Auffälligste Ursache für den Rückstand ist die im internationalen Vergleich geringe Nachfrage der privaten Haushalte", so Peneder.

    Für die AK Wien-Vizedirektorin Maria Kubitschek ist das ein Weckruf an die Regierung. "Österreich kann es sich nicht leisten, bei der Digitalisierung nur Mittelmaß zu sein", so Kubitschek am Donnerstag vor Journalisten. Die ÖVP/FPÖ-Regierung zeige hier nur bei den Unternehmen Engagement, dabei müssten genauso die Arbeitnehmer mit eingebunden werden. Auf das habe die Regierung bei ihrer Digitalisierungsagentur DIA "vergessen".

    150 Millionen für AK-Digitaloffensive

    Die Arbeiterkammer werde ihren Beitrag mit einer Digitalisierungsoffensive leisten, die in den nächsten fünf Jahren mit 150 Mio. Euro dotiert ist. Ein Teil davon ist der Digitalisierungsfonds "Arbeit 4.0", angelehnt an das Schlagwort der Industrie 4.0. Mit dem Fonds werden Projekte gefördert, in denen Arbeitnehmer im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, so Kubitschek.

    Angesichts der Diskussion um eine Arbeitspflicht für anerkannte Flüchtlinge in der Land- und Forstwirtschaft sieht Kubitschek eine falsche Prioritätensetzung. Gerade der IKT-Sektor (Informations- und Kommunikationstechnologien) wachse international dynamisch und schaffe Arbeitsplätze. Hier habe Österreich am Weg zu den Vorreitern noch viel zu tun. (APA, 21.03.2019)

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    AK

    • Laut AK macht Österreich zuwenig aus seinem digitalen Potenzial.
      foto: apa

      Laut AK macht Österreich zuwenig aus seinem digitalen Potenzial.

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