Valve kämpft mit Steam-Usern, die mutmaßlichen Christchurch-Täter feiern

    18. März 2019, 10:36
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    Über 100 Accounts offenbar gelöscht – huldigende Profile an Massenmörder aber weiterhin online

    Valve hat aktuell mit Steam-Nutzern zu kämpfen, die Sympathie und Unterstützung für den Terroristen von Christchurch zeigen. Über 100 Profile wurden laut einem Bericht von Kotaku entfernt. Die gelöschten User verwendeten etwa Ausschnitte aus dem Livestream der Tat als Profilfoto oder verwendeten Verweise rund um den mutmaßlichen Täter in ihren Profilen. Gleichzeitig wird er als "Held" oder "Heiliger" zelebriert.

    foto: screenshot/gamestandard

    Huldigungen an Amokläufe und Massenmörder

    Besagte Profile wurden von Valve schnell gelöscht, allerdings kursieren auf der Plattform weiterhin einige Profile, die andere rechtsextreme Terroristen feiern. Accounts, die etwa Anders Breivik oder Dylann Roof huldigen, sind schnell gefunden und teilweise seit Monaten online. Auch rechtsextreme Gruppen muss man auf dem US-Portal nicht lange suchen. Im vergangenen Jahr wurde außerdem aufgedeckt, dass es auf Steam 173 Gruppen gibt, die Amokläufe auf Schulen zelebrieren.

    Mehr als 90 Millionen monatliche Nutzer auf Steam

    Mehr als 90 Millionen monatliche Steam-User gibt es – dementsprechend hoch ist auch der Moderationsaufwand rund um die Plattform. Valve hat in der Vergangenheit sich allerdings nicht wirklich entschlossen gezeigt, mehr in diese Richtung zu unternehmen. Der Hersteller soll allerdings still und leise immer wieder Profile und Gruppen entfernen. Im Falle besagter 100 Profile zu dem mutmaßlichen Täter von Christchurch hat man immerhin schnell reagiert. (red, 18.3.2019)

    • Nur eines der etlichen Profile, die den Attentäter feiern.
      foto: screenshot/gamestandard

      Nur eines der etlichen Profile, die den Attentäter feiern.

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