Microsoft schützt Chrome und Firefox mit Windows Defender

    18. März 2019, 08:21
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    Neue Erweiterung bindet den Application Guard in die Browser der Konkurrenz ein

    Bei Microsoft findet derzeit ein grundlegender Umbau der eigenen Browserstrategie statt. Nach Jahren immer weiter schwindender Marktanteile, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, die eigene Rendering Engine EdgeHTML einzustampfen, und lieber mit Google gemeinsam an der Chrome-Basis Chromium zu arbeiten – und diese selbst für eine neue Generation von Edge zu nutzen. Doch das Umdenken scheint dort noch nicht zu enden, so will das Unternehmen künftig auch an anderer Stelle die Browser der Konkurrenz unterstützen.

    Zusammenspiel

    Microsoft testet aktuell die Integration des Windows Defenders in Chrome und Firefox. Die Application-Guard-Erweiterung soll dabei nicht vom Administrator als vertrauenswürdig gekennzeichnete Webseiten zusätzlich absichern, indem sie in einem Container geladen werden, der vom Rest des Browser abgetrennt ist. Ein entsprechendes Feature ist schon länger Bestandteil von Edge selbst.

    grafik: microsoft
    Application Guard gibt es jetzt auch für Chrome und Firefox – mehr oder weniger.

    Testlauf

    Wer das Ganze nutzen will, sieht sich derzeit allerdings noch mit einigen Hürden konfrontiert. Zwar wurden die passenden Erweiterungen für Chrome und Firefox bereits veröffentlicht, damit das Ganze klappt braucht es aber auch noch die passende Windows Defender Anwendung "Companion Application" aus dem Microsoft Store. Und diese ist derzeit nur für Tester im Rahmen des Windows-Insider-Programms zugänglich.

    Hintergrund

    Zudem muss betont werden, dass sich die Integration mit den beiden Browsern in engen Grenzen hält. Die Isolation solcher Seiten erfolgt nämlich weiterhin im Edge. Insofern sorgt die Erweiterung einfach dafür, dass nicht-vertrauenswürdige Seiten auf den Microsoft-Browser und dessen isolierten Anzeigemodus umgeleitet werden. (red, 18.3.2019)

    • Microsoft-Boss Satya Nadella gibt die Richtung vor.
      foto: apa/afp/tobias schwarz

      Microsoft-Boss Satya Nadella gibt die Richtung vor.

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