WAC sichert Platz im Meisterplayoff gegen Admira ab

    17. März 2019, 19:08
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    Südstädter drehten zunächst Partie, Kalajdzic-Ausschluss half Wolfsbergern

    Wolfsberg – Der Wolfsberger AC hat den Einzug in die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga trotz des achten sieglosen Spiels in Folge fixiert. Ein 2:2 (1:2) gegen die Admira reichte den Lavanttalern, die vor der abschließenden Runde des Grunddurchgangs auf einen Punkt angewiesen waren, um das Ticket aus eigener Kraft zu lösen. Die Admira ging nach drei Erfolgen erstmals im Frühjahr nicht als Sieger vom Rasen.

    Lukas Schmitz brachte den WAC in der 7. Minute früh voran, Sasa Kalajdzic (16.) und Stephan Zwierschitz (27.) drehten die Partie aber zunächst zugunsten der zehnplatzierten Niederösterreicher. Eine Gelb-Rote Karte für Kalajdzic in der 29. Minute bremste die Admira aber aus. Sekou Koita erzielte kurz nach Seitenwechsel (50.) mit seinem ersten Tor für Wolfsberg den Ausgleich für die Elf von Trainer Christian Ilzer. Der WAC startet nun wie Sturm Graz, die Austria und St. Pölten mit 15 Zählern in die mit 31. März beginnende Meistergruppe.

    Laute Lavanttal-Arena

    Knapp 4.500 Heim-Fans hatten sich hoffnungsvoll in der Lavanttal-Arena eingefunden. Für sie startete das Spiel nach Maß. Eine weite Flanke nahm Schmitz halbvolley mit links ideal, der Ball schlug unter der Latte im Tor der Gäste ein. Doch die Wolfsberger fielen in Folge zurück, auch weil sich die Admira nach ihrer Siegesserie erneut als starkes Kollektiv präsentierte und die Defensive der Hausherren fehlerhaft agierte.

    Markus Schmidt entwischte zunächst seinen Gegenspielern, Michael Sollbauer grätschte gegen den U21-Teamspieler gerade noch rechtzeitig. Nach einer Viertelstunde zögerte der WAC-Kapitän dann wie seine Teamkollegen Mario Leitgeb und Alexander Kofler nach einem Eckball kollektiv, Kalajdzic war per Kopf zur Stelle. Der Angreifer bereitete den Kärntnern insgesamt große Probleme, handelte sich jedoch wegen Reklamierens eine Gelbe Karte mit Folgen ein.

    Die Admira belohnte sich zunächst, ein Freistoß von Zwierschitz schlug an Freund und Feind vorbei am verdutzten Kofler im Wolfsberger Gehäuse ein. Den Elan der Südstädter bremste dann unfreiwillig Kalajdzic, der nach einem hohen Bein von Schiedsrichter Dominik Ouschan vom Platz gestellt wurde.

    Ilzer reagierte zur Pause mit der Hereinnahme von Romano Schmid. Die zweite Halbzeit startete wie die erste dann zur vollsten Zufriedenheit des WAC-Coaches. Der im Winter von Salzburg ausgeliehene Koita traf nach Pass von Michael Liendl aus kurzer Distanz und beförderte seine Elf unabhängig von den Ergebnissen in den anderen Stadien wieder in die Meistergruppe. Gegen eine Admira, die ohne ihren ausgeschlossenen Stoßstürmer offensiv kaum vorhanden war, riskierte der WAC dann nicht mehr viel. Das Spiel plätscherte nach dem 2:2 dahin, klare Torchancen blieben aus. (APA, 17.3.2019)

    Bundesliga – 22. Runde:

    Wolfsberger AC – FC Admira 2:2 (1:2). Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 4.488, SR Ouschan

    Tore:

    1:0 ( 7.) Schmitz

    1:1 (16.) Kalajdzic

    1:2 (27.) Zwierschitz

    2:2 (50.) Koita

    WAC: Kofler – Novak, Sollbauer, Gollner, Schmitz – Wernitznig (92. Sprangler), M. Leitgeb, G. Nutz (46. Schmid) – Liendl – Friesenbichler, Koita (85. Jovanovic)

    Admira: Leitner – L. Malicsek (57. Maier), Schösswendter, Bauer – Toth – Zwierschitz, Vorsager, Hjulmand, Spasic – Schmidt (90. Bakis), Kalajdzic

    Gelb-Rote Karte: Kalajdzic (29./Foulspiel)

    Gelbe Karten: Leitgeb bzw. Vorsager

    Ticker-Nachlese:

    Rapids Tragikomödie, Sturms Happy End

    Stimmen:

    Christian Ilzer (Trainer WAC): "Wir hatten eine sehr starke Anfangsphase, aber vom Ausschluss haben wir sicher profitiert. Es war aber ständig im Kopf, dass das Unentschieden reicht. Deshalb haben einfache Dinge nicht funktioniert. Aber ich bin extrem froh, dass uns das geglückt ist. Für die Mannschaft, die Fans, den Verein und sein ganzes Umfeld ist es ein Riesenerfolg. Wir können im oberen Play-off nun befreit ans Werk gehen."

    Reiner Geyer (Trainer Admira): "Ich bin mit einem guten Gefühl in die Kabine gegangen, wenn man eine Stunde in Unterzahl agiert und 2:2 spielt, muss man einiges gut gemacht haben. Ich habe Willen und Einsatz gesehen, sie haben sich die Lunge aus dem Leib gerannt. Der Ausschluss von Sasa (Kalajdzic) war bitter, er war bis dahin der stärkste Mann. Es war eine harte Entscheidung. Aber mir war wichtig, dass wir über 90 Minuten vollen Einsatz gezeigt haben."

    • Der WAC hat es geschafft.
      foto: apa/eggenberger

      Der WAC hat es geschafft.

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