Salzburg fixiert Sieg gegen Wacker im Finish

    17. März 2019, 19:05
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    Dabbur erzielte zwölftes Saisontor, Szoboszlai mit Premierentor – Tabellenführer mit vier Punkten Vorsprung auf LASK in Meistergruppe – Tiroler kassierten vierte Niederlage in Folge

    Innsbruck – Red Bull Salzburg hat nach dem Out im Achtelfinale der Europa League in der Fußball-Bundesliga ein Erfolgserlebnis gefeiert. Der überlegene Tabellenführer beendete den Grunddurchgang mit einem 2:0-Auswärtssieg im Spiel der 22. Runde bei Schlusslicht Wacker Innsbruck. Munas Dabbur (21.) erzielte sein 12. Saisontor, Dominik Szoboszlai (91.) erzielte seinen Premierentreffer.

    Da auch Verfolger LASK (2:1 in Altach) siegte, änderte sich am Neun-Punkte-Vorsprung der "Bullen" nichts. Die Mozartstädter gehen aufgrund der Punkteteilung mit einem Plus von vier Zählern in die nach der Länderspielpause startende Meistergruppe. Die Tiroler müssen hingegen in zehn Spielen in der Qualifikationsgruppe versuchen, den Klassenerhalt noch zu schaffen.

    Salzburg überlegen

    Die Partie entwickelte sich wie erwartet. Die am Donnerstag gegen Napoli mit 3:1 siegreich gebliebenen, aber nicht belohnten Salzburger hatten deutlich mehr Ballbesitz, ein klares Übergewicht bei den Schüssen aufs Tor und wurde bald mit der Führung belohnt. Dabbur musste den Ball nach uneigennützigem Minamino-Querpass nur über die Linie drücken. Der Israeli hätte gleich nachlegen können, sein Schuss wurde aber von Innsbruck-Tormann Christopher Knett pariert (23.). Der 28-jährige Goalie behielt auch in der 32. Minute in einer Neuauflage dieses Duells die Oberhand.

    Die Hausherren trauten sich nur selten in die Offensive, bei einem unabsichtlichen Handspiel von Albert Vallci im Strafraum gab es wohl zurecht keinen Elfmeter für die Tiroler (36.). Kurz vor dem Pausenpfiff schoss Roman Kerschbaum aus durchaus guter Position deutlich drüber. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie vor knapp 6.500 Zuschauern einseitig, Dabbur verabsäumte es per Kopf, endgültig den Sack zuzumachen (58.). Knett zeigte zudem bei einem Abschluss von Takumi Minamino eine gute Parade (67.).

    Starke Serie

    In der 70. Minute verhalf Salzburg-Trainer Marco Rose dem Ex-PSG-Kicker Antoine Bernede zu seinem Debüt im "Bullen"-Dress. Danach fiel, nachdem Innsbrucks Stefan Peric eine Durmus-Freistoßflanke knapp verfehlt hatte (85.), noch der zweite Treffer. Dabbur legte zurück auf Szoboszlai, der sich zu Beginn der Nachspielzeit die Chance nicht entgehen ließ. Salzburg ist damit gegen Tirol schon 14 Ligapartien ohne Niederlage.

    Die Tiroler schafften nicht das neuerliche Kunststück, Salzburg wie in Wals-Siezenheim beim 1:1 am 20. Oktober ein Remis abzutrotzen. Für Wackers Neo-Coach Thomas Grumser ging auch das zweite Spiel seiner Amtszeit verloren, wie beim 0:2 zuletzt beim LASK gab es keinen Torerfolg. Die Tiroler sind nach der vierten Niederlage en suite schon acht Runden sieglos und haben dabei nur zwei Punkte geholt. Für den Start der Qualigruppe verschlechtere sich die Ausgangsposition aber nicht, da auch der Vorletzte Altach verlor. Die beiden Teams sind auch nach der Punkteteilung durch einen Zähler voneinander getrennt. (APA, 17.3.2019)

    Bundesliga – 22. Runde:

    FC Wacker Innsbruck – Red Bull Salzburg 0:2 (0:1). Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 6.500, SR Lechner.

    Tore:
    0:1 (21.) Dabbur
    0:2 (91.) Szoboszlai

    Innsbruck: Knett – Schimpelsberger (79. Durmus), Peric, Maranda, Klem – Freitag – Dieng, Kerschbaum (67. Henning), Satin, Horvath (83. Meusburger) – Dedic

    Salzburg: C. Stankovic – Lainer, Ramalho, Vallci, Ulmer – X. Schlager, Samassekou (70. Bernede), Minamino (88. Mwepu), Szoboszlai – Gulbrandsen (81. Daka), Dabbur

    Gelbe Karten: Kerschbaum, Freitag bzw. Keine

    Ticker-Nachlese:

    Rapids Tragikomödie, Sturms Happy End

    Stimmen

    Thomas Grumser (Innsbruck-Trainer): "Ich finde schon, dass die Leistung Mut macht für die Qualifikationsgruppe. Die Leistung war gut, das Ergebnis hat halt wieder nicht gepasst. Wir haben gegen eine gute Salzburger Mannschaft das Spiel lange offen halten können, natürlich haben wir aber einige Male einen guten Tormann gebraucht. Es war sehr vernünftig, was wir in der zweiten Hälfte angeboten haben. Ich bin der Meinung, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

    Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Die Jungs haben es sehr, sehr gut gemacht, auch im Hinblick auf Napoli. Wir hatten das Spiel über weite Strecken gut im Griff und haben uns viele Möglichkeiten herausgespielt. Das Spiel hat Spaß gemacht. Wir hatten nur eine kurze Phase zwischen der 75. und 85. Minute, wo der Gegner alles nach vorne geworfen hat und ein, zwei gefährliche Aktionen hatte. Der Sieg war gerecht. Jetzt können wir mit einem guten Gefühl die Meisterrunde angehen. Wir wollen Meister werden, aber der LASK ist hinten dran. Vier Punkte sind nicht viel, es wird eine enge Kiste. Ganz sicher."

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