Tinder verabschiedet sich von umstrittenem Attraktivitäts-Score

    16. März 2019, 15:37
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    Algorithmus soll mittlerweile überarbeitet worden sein, Kritik an "Schöne für Schöne"

    Die Datingplattform Tinder hat die Art und Weise verändert, wie potenzielle Partner für seine Nutzer ausgewählt werden. In der Vergangenheit setzte Tinder auf den Elo-Score, eine Art Attraktivitätsbewertung. So ging der Algorithmus davon aus, dass Personen mit vielen positiven Interaktionen besonders hübsch seien – und umgekehrt.

    Das führte dazu, dass Nutzern mit vielen Likes andere Nutzer mit vielen Likes angezeigt werden, und Tinder de facto vermeintlich schöne Menschen mit anderen schönen, vermeintlich unattraktive Nutzer mit anderen unattraktiven Nutzern verband.

    Neuer Algorithmus

    Das soll nun der Vergangenheit angehören, wie Tinder in einem Blogpost erklärt. Der neue Algorithmus beachtet etwa, ob Person X und Person Y dieselben anderen Nutzer liken. Wenn das oftmals der Fall ist, werden Person X dann User angezeigt, die Person Y früher gelikt hat. Mit der prinzipiellen "Attraktivität", gemessen durch Likes, hat das dann nichts mehr zu tun.

    Schnelle Konfiguration

    Tinder beobachtet die Aktivitäten seiner User genau; potenzielle "Matches" sollen binnen 24 Stunden aktualisiert werden. Laut TheVerge ist Tinder eine der wenigen Plattformen, die sich nicht auf bestimmte vom User ausgewählte Merkmale fokussiert, also etwa auf Hobbys der potenziellen Pärchen oder deren soziales Umfeld. (red, 16.3.2019)

    • Künftig wird Tinder nicht mehr primär anhand der errechneten Attraktivität matchen
      foto: apa/afp/raedle

      Künftig wird Tinder nicht mehr primär anhand der errechneten Attraktivität matchen

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