Papst fordert fair bezahlte Arbeit und weniger Profitgier

    16. März 2019, 14:16
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    Der Papst lobte alternative Lebens- und Arbeitsweisen, die nicht vom "Gott Geld" regiert werden

    Vatikanstadt – Bei einem Treffen mit Italiens Genossenschaftsverband Confcooperative anlässlich seines 100. Gründungsjubiläum hat der Papst fair bezahlte Arbeit gefordert. Es sei unter anderem wichtig, vom Markt geschwächte Landwirte zu unterstützen, sagte der Papst am Samstag im Vatikan.

    Genossenschaften, in denen nicht auf Profit basierende Beziehungen zwischen Menschen bestehen, seien eine Ausnahme in einer Welt, in der oft Gewinn um jeden Preis gesucht werde. Der Papst lobte alternative Lebens- und Arbeitsweisen in der heutigen Gesellschaft, die nicht vom "Gott Geld" regiert werden dürfe. Geld hinterlasse eine immer unmenschlichere und unfairere Gesellschaft. Es sei wichtig, in der Arbeit menschlich zu bleiben, sagte der Heilige Vater.

    Zu viel Einsamkeit

    "Unser wahrer Reichtum sind Beziehungen, nicht materielle Güter", mahnte der Papst. Zusammenarbeit zwischen Menschen besiege die Einsamkeit, die aus dem Leben eine Hölle mache. "Wenn sich der Mensch einsam fühlt, erlebt er die Hölle. Wenn er dagegen spürt, dass er nicht sich selbst überlassen ist, kann er jede Art von Schwierigkeit und Anstrengung bewältigen", sagte der Pontifex vor rund 7.000 Genossenschaftsmitgliedern.

    "Unsere Welt leidet an Einsamkeit. Daher braucht sie Initiativen, damit man zusammen in Angriff nehmen kann, was das Leben erfordert", erklärte der Papst. (APA, 16.3.2019)

    • Papst Franziskus sieht Reichtum in Beziehungen und nicht in materiellen Gütern.
      foto: apa/afp/andreas solaro

      Papst Franziskus sieht Reichtum in Beziehungen und nicht in materiellen Gütern.

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