"Stimmen die Zahlen wirklich?": "Diablo"-Entwickler waren von Erfolg "schockiert"

    15. März 2019, 09:40
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    Die Macher des legendären Spiels plauderten aus dem Nähkästchen

    Die Diablo-Macher hätten nie und nimmer mit einem derartigen Erfolg ihres Action-Rollenspiels gerechnet. Im Interview mit Gamestar.de erzählte David Brevik, dass man sich bei der Entwicklung des Spiels im Jahr 1996 noch gedacht habe, dass man eines Tages vielleicht einmal 100.000 Exemplare verkaufen wird und eventuell die Kosten der Entwicklung wieder einspielen kann.

    Dass Diablo eine der erfolgreichsten Spieleserien und mehr als 25 Millionen Mal verkauft wird, kam nicht in den kühnsten Träumen der Entwickler vor. Max Schaefer, ein Kollege Breviks, war nicht ganz so pessimistisch. Er rechnete mit dem Verkauf von 400.000 Stück. Letztlich verkaufte sich das Spiel im Jahr 1997 über eine Million Mal – bis zum Jahr 2000 wurden zwei Millionen Kopien von Diablo verkauft.

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    Probleme bei Entwicklung

    Die niedrigen Erwartungen waren wohl auch auf die Probleme bei der Entwicklung zurückzuführen. So dauerte diese rund zwei Jahre, obwohl eigentlich nur zwölf Monate vorgesehen waren. Zudem konnte das Spiel nicht während der wichtigen Weihnachtszeit 1996 veröffentlicht werden – ein weiterer Tiefschlag für die Entwickler. Das Spiel landete nämlich erst zur Jahreswende in den Geschäften. Allerdings haben Brevik und sein Kollege auch etwas davon mitgenommen, nämlich, dass man nichts überstürzen solle, nur um ein Spiel auf den Markt zu bringen.

    Dass Diablo letztlich so ein Verkaufsschlager wurde, hat man aber auch einer Marketing-Aktion zu verdanken. So verteilte Microsoft im Oktober 1996 Millionen CDs mit Spieledemos für Windows 95. Zwei Levels des Action-Rollenspiels waren auf der Scheibe enthalten. So erhielt Blizzard auch Feedback, das letztlich in den letzten Phasen der Entwicklung miteinfloss.

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    "Fragten uns, ob die Zahlen stimmen"

    1997 wurde das Game dann zum weltweiten Phänomen. Die Entwickler konnten es selbst nicht ganz glauben: "Der größte Schock war für mich, wie gut das Spiel ankam. Es ist heute noch schwer zu begreifen, wie viel Glück wir hatten, dass alles so gelaufen ist", erzählt Brevik Gamestar.de. Auch Erich Schaefer, der Bruder von Max Schaefer, war verdutzt, als er die Verkaufszahlen mitbekam: "Wir fragten uns, ob die Zahlen wirklich stimmen können."

    Zuletzt veröffentlichte Blizzard 2012 mit Diablo 3 ein vollständiges Diablo. Aufregung gab es zuletzt um Diablo Immortal, einem Ableger der Serie für Smartphones, der bei der Hausmesse Blizzcon vorgestellt wurde. Fans des Action-Abenteuers reagierten schockiert. Allerdings hatte Blizzard zuvor angekündigt, dass man an mehreren Diablo-Projekten arbeitet. Wann der US-Hersteller Diablo 4 vorstellt, bleibt aber noch offen. (red, 15.3.2019)

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      foto: diablo
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