Nordkorea droht mit Ende der US-Gespräche und Aufnahme von Atomtests

    15. März 2019, 08:30
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    Pjöngjang erhöht nach dem Scheitern des Gipfel mit Donald Trump in Hanoi den Druck auf die USA

    Pjöngjang – Nach dem gescheiterten Gipfel mit den USA vor zwei Wochen stellt Nordkoreas laut Medienberichten weitere Verhandlungen über sein Atomwaffenprogramm infrage. Man habe nicht die Absicht, vor den Forderungen der USA, die diese beim Gipfel in Hanoi vorgebracht hätten, einzuknicken, sagte die stellvertretende Außenministerin Choe Son-hui laut der russischen Agentur Tass am Freitag. Machthaber Kim Jong-un werde bald eine Erklärung zu seinem künftigen Kurs abgeben.

    Gipfel ohne Absichtserklärung

    Der Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Vietnam Ende Februar war ohne Absichtserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA nicht näher.

    Der Außenministerin zufolge überlegt Kim auch, die Tests von Raketen und Atomwaffen wiederaufzunehmen. Nordkorea hatte diese Anfang 2018 nach eigenen Angaben als Geste des guten Willens für vorläufig beendet erklärt. Die Beziehungen zwischen Trump und Kim seien aber immer noch "von guter Chemie geprägt und auf mysteriöse Weise wunderbar", sagte Choe. Allerdings treffe das nicht auf US-Außenminister Mike Pompeo zu, und schon gar nicht auf den als Falke geltenden US-Sicherheitsberater John Bolton, dem Nordkorea eine Sabotage der Gespräche vorwirft. (mesc, red, 15.3.2019)

    • Kim Jong-un überwacht auf diesem am 27. Mai 20176 veröffentlichten Bild persönlich den Test einer neuen Luftabwehrrakete.
      foto: reuters/kcna

      Kim Jong-un überwacht auf diesem am 27. Mai 20176 veröffentlichten Bild persönlich den Test einer neuen Luftabwehrrakete.

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