Rechtsabbiegen bei Rot in Linz voraussichtlich ab Ende April

    15. März 2019, 08:00
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    Empfehlungen der TU Wien müssen noch umgesetzt werden, anschließend folgt die Verordnung

    Linz – Der schon länger angekündigte Pilotversuch zum Rechtsabbiegen bei Rot an ausgesuchten Kreuzungen in Linz beginnt voraussichtlich Ende April. Zuvor müssen noch Empfehlungen der Technischen Universität Wien umgesetzt werden sowie eine Verordnung erlassen werden, sagte der für Infrastruktur zuständige Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) der APA.

    Das Pilotversuch sieht vor, dass Auto-, Moped-, Motorrad- und Radfahrern das Rechtsabbiegen bei roter Ampel erlaubt wird, nicht aber Bussen und Lkws über 7,5 Tonnen. Linz will damit den Verkehr flüssiger gestalten, unnötige Steh- und Stauzeiten vermeiden und so das tägliche Stauchaos, gepaart mit den gesundheitlichen Folgen durch die erhöhte Feinstaubbelastung, verringern.

    Hein hält der Befürchtung eines erhöhten Sicherheitsrisikos für Fußgänger entgegen, jedes einzelne Fahrzeug müsse trotzdem an der Haltelinie anhalten und sich vergewissern, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden. Zudem sei jede Kreuzung, bevor sie mit einem Grünpfeil ausgestattet wird, auf die entsprechende Tauglichkeit untersucht worden.

    Eine von drei vorgesehenen Kreuzungen geeignet

    Dies ergab nun, dass von den drei vorgesehenen Kreuzungen eine schon geeignet ist. Bei zwei anderen sollte die Haltelinie für den Geradeausverkehr beziehungsweise für Linksabbieger "bis zu zwei Meter" nach hinten versetzt werden. Der Grund: Die nach rechts abbiegenden Lenker müssen ausreichend Sicht auf eventuell von links querende Fußgänger haben, um sie nicht zu übersehen. Nun sollen Fachleute feststellen, um wie viel genau die Haltelinien verschoben werden müssen. Außerdem muss eine entsprechende Verordnung erlassen werden, diese dauert laut Hein rund drei Wochen. "Ich hoffe, dass wir das alles noch im April schaffen."

    Vorbereitet sind schon zwei Arten von Tafeln: eine kleine mit einem grünen Pfeil, die an den Ampeln anzeigt, dass das Abbiegen bei Rot erlaubt ist; und eine größere, die, im Kreuzungsbereich angebracht, auf den Verkehrsversuch hinweist. Zum Einwand, dass auf dieser viel Text steht, hält Hein fest: "Wir haben damit die Empfehlung der TU umgesetzt." (APA, 15.3.2019)

    • Der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) mit den beiden Schildern, die vermutlich ab Ende April beim "Rechtsabbiegen bei Rot"-Versuch in Linz angebracht werden. Das kleine Schild mit einem grünen Pfeil zeigt an den Ampeln an, dass das Abbiegen bei Rot erlaubt ist. Die größere gelbe Tafel wird im Kreuzungsbereich angebracht und weist auf den Verkehrsversuch hin.
      foto: apa/fpö-linz

      Der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) mit den beiden Schildern, die vermutlich ab Ende April beim "Rechtsabbiegen bei Rot"-Versuch in Linz angebracht werden. Das kleine Schild mit einem grünen Pfeil zeigt an den Ampeln an, dass das Abbiegen bei Rot erlaubt ist. Die größere gelbe Tafel wird im Kreuzungsbereich angebracht und weist auf den Verkehrsversuch hin.

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