Frankfurt nach 1:0 in Mailand im Viertelfinale, Sevilla verliert Krimi

    14. März 2019, 21:13
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    Trainer Adi Hütter verfolgte den verdienten Auswärtserfolg von der Tribüne aus. Slavia Prag eliminierte Sevilla nach Verlängerung

    Kiew/Krasnodar – Eintracht Frankfurt hat auch ohne Adi Hütter auf der Trainerbank den Einzug ins Viertelfinale der Europa League geschafft. Der deutsche Cupsieger schaltete den italienischen Tabellenvierten Inter Mailand am Donnerstag mit einem 1:0-Auswärtssieg aus. Zum Matchwinner avancierte Luka Jovic schon in der sechsten Minute. In Frankfurt hatten sich die beiden Teams torlos getrennt.

    Martin Hinteregger, der in der Frankfurter Innenverteidigung durchspielte, ist damit der einzige ÖFB-Legionär in der Runde der letzten acht. Maximilian Wöber sah die 3:4-Niederlage nach Verlängerung des FC Sevilla bei Slavia Prag nur von der Bank aus. Emir Dilaver zog mit Dinamo Zagreb bei Benfica Lissabon nach Verlängerung mit 0:3 den Kürzeren. Im Viertelfinale stehen zudem SSC Napoli (1:3 in Salzburg), Chelsea (5:0 bei Dynamo Kiew), Valencia (1:1 bei FK Krasnodar), Arsenal (3:0 gegen Stade Rennes) und Villarreal (2:1 gegen Zenit St. Petersburg). Das Viertelfinale wird am Freitag ab 13 Uhr in Nyon ausgelost.

    Inter chancenlos

    Hütter hatte im Hinspiel eine Wasserflasche mit dem Fuß weggetreten und war deshalb von der Uefa für die Retourpartie gesperrt worden. Hinteregger und Co ließen sich von der ungewohnten Situation – Hütters Assistent Christian Peintinger hatte ausnahmsweise das Sagen – nicht aus der Bahn werfen. "Wir haben vor der Partie alles besprochen, dann hat alles der Co-Trainer gemacht. Es hat alles exzellent funktioniert, wir sind einfach nur glücklich", sagte Hinteregger im RTL-Interview.

    Jovic sorgte vor 15.000 mitgereisten Fans für einen Start nach Maß, lupfte den Ball über Goalie Samir Handanovic hinweg via Innenstange ins Netz. Für den 21-jährigen serbischen Teamstürmer war es bereits der siebente Europa-League-Treffer dieser Saison. Rapids Sechzehntelfinal-Bezwinger Inter kam erst nach der Pause etwas besser in die Partie, ein Torerfolg blieb den Nerazzurri aber verwehrt. "Wir sind mit der Zeit immer besser ins Spiel gekommen, haben Inter weit weg vom Tor gehalten, das war der Schlüssel zum Sieg", resümierte Hinteregger.

    Damit ist Frankfurt 2019 weiter unbesiegt, dem Team gelang erstmals seit 1995 der Vorstoß ins Viertelfinale eines europäischen Bewerbs. Dort ist 2019 nach dem Aus von Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 in der Champions League nur noch die Eintracht als deutsches Team vertreten.

    Sevilla schenkt Führung in Verlängerung her

    Sevilla tat sich in Tschechien von Beginn an extrem schwer. Slavia legte durch Michael Ngadeu-Ngadjui (15.) und Tomas Soucek (47./Elfmeter) zweimal vor, Wissam Ben Yedder (44.) und Munir (54.) retteten die Spanier in die Verlängerung. Dort war es Joker Franco Vazquez (98.), der vermeintlich den Grundstein zum Aufstieg legte.

    Die Spanier hatten die Rechnung aber nicht mit Slavia gemacht. Mick van Buren (102.) und Ibrahim Traore (119.), der von einem missglückten Klärungsversuch Simon Kjaers profitierte, machten nach dem 2:2 im Hinspiel noch den Überraschungssieg perfekt.

    Benfica stieg dank Toren von Francisco Ferreira (94.) und Alex Grimaldo (105.) in der Verlängerung gegen Zagreb auf.

    Chelsea und Arsenal weiter

    Englands Topklubs gaben sich keine Blöße. Arsenal machte mit einem 3:0-Heimsieg gegen Stade Rennes das 1:3 aus dem Hinspiel noch wett. Pierre-Emerick Aubameyang traf zweimal (5., 72.), das dritte Tor steuerte Ainsley Maitland-Niles (15.) bei.

    Chelsea fertigte Dynamo Kiew nach dem 3:0 im Hinspiel auswärts mit 5:0 ab. Herausragend war Dreifachtorschütze Olivier Giroud (5., 33., 59.). (APA, 14.3.2019)

    Europa League, Achtelfinal-Rückspiele, Donnerstag

    Dynamo Kiew – Chelsea 0:5 (0:3)
    Tore: Giroud (5., 33., 59.), Alonso (45.+1), Hudson-Odoi (78.)
    Hinspiel 0:3, Chelsea mit dem Gesamtscore von 8:0 weiter

    FK Krasnodar – Valencia 1:1 (0:0)
    Tore: Sulejmanow (85.) bzw. Guedes (93.)
    Hinspiel 1:2, Valencia mit dem Gesamtscore von 3:2 weiter

    Inter Mailand – Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1)
    Tor: Jovic (6.)
    Hinspiel 0:0, Frankfurt mit dem Gesamtscore von 1:0 weiter
    Martin Hinteregger spielte bei Frankfurt durch, Adi Hütter saß gesperrt auf der Tribüne

    Arsenal – Stade Rennes 3:0 (2:0)
    Tore: Aubameyang (5., 72.), Maitland-Niles (15.)
    Hinspiel 1:3, Arsenal mit dem Gesamtcore von 4:3 weiter

    Villarreal – Zenit St. Petersburg 2:1 (1:0)
    Tore: Moreno (29.), Bacca (47.) bzw. Ivanovic (91.)
    Hinspiel 3:1, Villarreal mit dem Gesamtscore von 5:2 weiter

    Slavia Prag – FC Sevilla 4:3 n. V. (2:2, 1:1)
    Tore: Ngadeu-Ngadjui (15.), Soucek (47./Elfmeter), Van Buren (102.), Traore (119.) bzw. Ben Yedder (44./Elfmeter), Munir (54.), Vazquez (98.)
    Hinspiel 2:2, Slavia mit dem Gesamtscore von 6:5 weiter
    Maximilian Wöber saß bei Sevilla auf der Bank

    Benfica Lissabon – Dinamo Zagreb 3:0 n. V. (1:0, 0:0)
    Tore: Jonas (71.), Ferreira (94.), Grimaldo (105.)
    Gelb-rote Karte: Stojanovic (104./Zagreb)
    Hinspiel 0:1, Benfica mit dem Gesamtscore von 3:1 weiter
    Emir Dilaver spielte bei Zagreb durch

    Die acht EL-Viertelfinalisten:

    Chelsea (ENG)
    Arsenal (ENG)
    Valencia (ESP)
    Villarreal (ESP)
    Frankfurt (GER)
    Napoli (ITA)
    Slavia Prag (CZE)
    Benfica (POR)

    Viertelfinal-Auslosung am Freitag um 13 Uhr in Nyon, Spieltermine 11. und 18. April

    • Artikelbild
      foto: reuters/ mascolo
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