"Factory Town" angespielt: Dieser spirituelle "Factorio"-Nachfolger macht süchtig

    16. März 2019, 10:00
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    Das Early-Access-Spiel weiß vor allem mit ordentlichem Tiefgang zu gefallen

    Factorio genießt unter Spielern einen gewissen Kultstatus. Bei dem Early-Access-Game baut man eine Fabrik, um letztlich der 2D-Welt zu entfliehen. Factorio bietet unzählige Möglichkeit, die eigene Kreativität herauszufordern – Spielspaß über einen langen Zeitraum ist somit gesichert. Eine Augenweide ist Factorio zugegebenermaßen aber nicht, hier versucht nun das namensähnliche Factory Town (PC und Mac, 15,11 Euro) Abhilfe zu schaffen.

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    Alles automatisieren

    Nicht nur den Namen hat man von Factorio abgeschaut, sondern auch das Spielprinzip. So muss ein eigenes Dorf im Wald aufgebaut werden, um dieses mit Produktionsketten sukzessive wachsen zu lassen. Man beginnt mit nur wenigen Arbeitern, die erst einmal händisch Ressourcen abbauen. Schnell erkennt man aber, dass man mit Maschinen und Produktionsgebäuden deutlich schneller arbeiten kann.

    Kreativität gefordert

    Währenddessen werden auch neue Technologien erforscht, um die Effizienz zu steigern. So wächst das ehemalige Minidorf im Wald zu einer größeren Stadt mit ausgiebiger Produktion. Auf dem Weg dorthin ergeben sich für den Spieler zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten mittels Automatisierung und effizientem Transport. Hier kann man sich ohne große Konsequenzen kreativ austoben. Das Dorf oder die Stadt in den Ruin zu treiben ist im Grunde nicht möglich.

    Sehr gutes Fundament

    DER STANDARD konnte das Game für ein paar Stunden bereits anspielen. Dabei zeigte es einen ausgiebigen Tiefgang und ein paar Probleme. Wie schon bei Factorio lädt das Spiel zur ständigen Selbstoptimierung ein, wobei Stunden wie Minuten vergehen. Es bietet auch zahlreiche Möglichkeiten, aus dem Dorf eine Stadt zu machen – einen einzigen Weg zum Ziel gibt es nicht.

    Hübsch anzuschauen

    Auch visuell weiß das Spiel zu gefallen. Es ist hübsch anzuschauen und bietet einen großen Detailgrad. Auch die Ordnungsfetischisten können damit ihre Vorliebe ausleben und gewisse Baumuster und Formen verfolgen. Das Terrain kann übrigens auch überarbeitet werden. Hier ist es allerdings so, dass jeder Schritt nicht mehr ohne Mehrkosten rückgängig gemacht werden kann – bei allen anderen Dingen kann man frei experimentieren.

    Diese Probleme gibt es noch

    Ausbaubar ist das Spiel noch hinsichtlich des User-Interface und der Performance. Auch das Tutorial könnte ein bisschen umfangreicher sein. Entwickler Erik Asmussen hat angekündigt, dass er mindestens die nächsten sechs Monate an dem Spiel arbeiten wird, um die geplanten Features und Verbesserungen umzusetzen. Erst dann soll es den "1.0"-Status erhalten. Auf einem eigenen Discord-Server können Spieler Feedback zum Entwicklungsprozess geben.

    Alle Infos zum Game

    Factory Town ist auf Steam verfügbar und kostet aktuell 15,11 Euro. Es ist für PC und macOS in sieben Sprachen verfügbar, darunter Deutsch und Englisch. (Daniel Koller, 16.3.2019)

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      foto: "factory town"
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