Windows 10 wirft künftig kaputte Updates raus

    14. März 2019, 10:37
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    Kommt es bei oder nach der Installation zu Problemen, aktiviert das System künftig eine Art Selbstheilungsmechanismus

    Mit regelmäßigen Aktualisierungen hält Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 am aktuellen Stand, beseitigt Sicherheitslücken und fügt neue Features hinzu. Doch die an sich lobenswerte Pflege hat vor allem in den vergangenen Monaten nicht immer Freude bei den Nutzern ausgelöst. Immer wieder kam es nach dem monatlichen Patchday oder der Ausspielung der großen, halbjährlichen Aktualisierungen zu gröberen Problemen. Diese führten mitunter sogar zu unbenutzbaren Rechnern.

    Künftig soll Windows 10 einen Selbstheilungsmechanismus bekommen, wie Microsoft in einem Supportartikel verrät. Sorgt ein Update für Probleme, soll es automatisch wieder raus fliegen und – zumindest für eine Weile – auch nicht mehr installiert werden.

    Absicherung bei Startproblemen

    Wer Mitglied des Insider-Programms ist und Windows 10 Build 18351 oder neuer nutzt, verfügt bereits über die neue Funktion. Sie soll die letzte in einer Kette von Absicherungsmaßnahmen sein. Weigert sich Windows aus irgendeinem Grund zu starten, so wird zuerst geprüft, ob übliche Verdächtige – etwa ungültige Registry-Einträge, beschädigte Systemdateien – daran Schuld haben und versucht, Reparaturmaßnahmen zu setzen.

    Führt dies nicht zum Erfolg, so stellt das System fest, ob vor Auftreten der Probleme Plattform- oder Treiberupdates für Windows installiert wurden. Ist dies der Fall, so werden diese automatisch entfernt, mit dem Ziel, Windows wieder in einen benutzbaren Zustand zu bekommen. Gelingt der Neustart, so wird der Nutzer per Benachrichtigung über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt.

    Problem-Updates für 30 Tage gesperrt

    Weiters wird ein Installation der betreffenden Updates dann für die nächsten 30 Tage verhindert. Das soll Microsoft und seinen Partnern die Zeit geben, etwaige Probleme zu sichten, diese zu beheben oder die Aktualisierungen ganz zurück zu ziehen. Stehen die Updates nach Ablauf der Frist immer noch zur Verfügung, wird eine erneute Installation versucht.

    Der Schutzmechanismus lässt sich vom Nutzer auch umgehen, sollte er der Meinung sein, dass die jüngsten Aktualisierungen nicht in Zusammenhang mit seinen Windows-Problemen stehen. Das geht allerdings nur, in dem man sie manuell herunter lädt und installiert. (14.3. 2019)

    • Windows-Updates sollen künftig seltener Quell von Ärgernissen sein.
      foto: standard/pichler

      Windows-Updates sollen künftig seltener Quell von Ärgernissen sein.

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