Fia-Renndirektor Whiting kurz vor Saisonstart gestorben

    14. März 2019, 03:09
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    Der 66-Jährige erlag einer Lungenembolie. Er war seit 1997 für Durchführung der Formel-1-Rennen verantwortlich

    Melbourne – Der plötzliche Tod von Renndirektor Charlie Whiting hat die Formel 1 kurz vor dem Saisonstart geschockt. Der Brite starb am Donnerstag im Alter von 66 Jahren in Melbourne an einer Lungenembolie, teilte der Motorsport-Weltverband (Fia) mit. Noch am Tag vor seinem Tod war Whiting in Australien im Fahrerlager gewesen und hatte die Vorbereitungen für das Auftaktrennen überwacht.

    "Die Formel 1 hat in Charlie einen treuen Freund und charismatischen Botschafter verloren", sagte Fia-Präsident Jean Todt. Whiting sei eine "zentrale und unnachahmliche Figur in der Formel 1" gewesen.

    Die Rennställe und Piloten zeigten sich in tiefer Trauer und würdigten die wichtige Rolle Whitings. Seit 1997 war er als Renndirektor für den organisatorischen Ablauf aller Grands Prix, die Sicherheit und die Klärung technischer Streitfragen verantwortlich. Formel-1-Sportchef Ross Brawn reagierte betroffen: "Das ist nicht nur für mich ein großer Verlust, sondern für die ganze Formel-1-Familie, die Fia und den gesamten Motorsport."

    Nachfolger offen

    Whiting hatte seine Motorsportkarriere wie so viele als Mechaniker begonnen. Gemeinsam mit seinem Bruder Nick arbeitete er ab 1977 in der Formel 1 beim Hesketh-Rennstall. Später wechselte er zu Bernie Ecclestones Brabham-Team und wurde dort Cheftechniker. 1988 trat er dann einen Job als Technischer Delegierter beim Weltverband an und machte sich einen Namen als penibler Regelwächter.

    TV-Zuschauern wurde Whiting vor allem dadurch bekannt, dass er via Signalanlage den Start zu jedem Rennen vollzog. "Charlie hat eine Schlüsselrolle in diesem Sport gespielt, er war als Renndirektor für viele Jahre der Schiedsrichter und die Stimme der Vernunft", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Der Renault-Rennstall sah in Whiting "einen der Eckpfeiler und Anführer unseres Sports", Williams nannte ihn "eine wahre Legende".

    Mercedes-Pilot Valtteri Bottas wollte die Nachricht zunächst nicht glauben. "Er hat so viel für den Sport getan, den wir lieben", twitterte der Finne. Haas-Fahrer Romain Grosjean lobte: "Er hat den Fahrern immer zugehört und für unsere Sicherheit gesorgt."

    Offen blieb zunächst, wer als Nachfolger Whitings den Grand Prix in Australien leitet. Sein Stellvertreter war zuletzt der Amerikaner Scot Elkins. (APA, 14.3.2019)

    • Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting starb am Donnerstag an einer Lungenembolie.
      foto: reuters/maxim shemetov

      Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting starb am Donnerstag an einer Lungenembolie.

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