Fundament der frühen 3D-Browsergames: Adobe begräbt Shockwave

    13. März 2019, 17:18
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    Am 9. April endet die Unterstützung für das Web-Relikt, 2020 folgt dann Flash

    In wenigen Wochen stellt Adobe die Unterstützung für eine Technologie ein, die einst die Frühzeit der 3D-Browsergames begründet hat. Der Shockwave-Player wurde einst von Macromedia entwickelt worden und wanderte dann mit der Übernahme des Unternehmens an das große Softwarehaus.

    Shockwave war eine der ersten Möglichkeiten, 3D-Spiele in Firefox oder dem Internet Explorer ohne zusätzlicher Installation zu spielen. Neben einfachen Arcade-Games für Solospieler wurden damit später auch aufwendigere Titel umgesetzt, etwa multiplayerfähige Shooter. Möglich machte das neben einer eigenen 3D-Engine auch der Zugriff auf die Grafikkarte des Systems

    3D-Shooter und virtuelle Fußballszenen

    Es ist der zweite Teil des Abschieds. Den schon vor zwei Jahren hat man den Adobe Director eingestellt, mit dem entsprechende Inhalte umgesetzt werden konnten. Eines der ersten bekannteren Projekte war ein Game namens "Phosphor". Der an Unreal Tournament erinnernde Titel kam allerdings nie aus der Betaphase.

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    Auch in anderem Kontext kam Shockwave zum Einsatz. Die britische BBC begleitete die Fußball-WM 2006 mit "Virtual Replays", in der wichtige Spielszenen virtuell nachgestellt wurden. Auch Lego entwickelte einst einen Online-Baukasten damit.

    Flash-Aus im nächsten Jahr

    Mittlerweile ist das Plugin durch HTML5 längst obsolet geworden. In modernen Browsern lassen sich längst aufwändige 3D-Inhalte ganz ohne Plugins anzeigen. Zwar finden sich noch zahlreiche Shockwave-Games und Apps im Netz, viel Aufmerksamkeit dürften sie aber nicht mehr bekommen.

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    Im kommenden Jahr folgt dann das ebenfalls unter Schirmherrschaft von Adobe stehende Flash, welches das Internet noch deutlich stärker geprägt hat, als Shockwave. In den letzten Jahren hat es hauptsächlich mit Sicherheitslücken von sich reden gemacht. In den meisten Browsern werden entsprechende Inhalte nicht mehr automatisch, sondern nur auf expliziten Wunsch des Nutzers ausgeführt. (red, 13.03.2019)

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