Dos und Don'ts beim Auftragen von Lippenstift

    11. April 2019, 16:52
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    Manchmal ist es ziemlich einfach, gute Laune zu suggerieren. Ein Lippenstift kann dabei eine tragende Rolle spielen

    Anstrengend sind die Wochen zwischen Winter und dem wirklichen Frühlingsbeginn. Vor wenigen Wochen war der wärmste Tag im Februar, den es seit Menschengedenken gab. Wenn die Sonne so richtig hell scheint, zeichnen sich die Zeichen des Winters ganz besonders deutlich im Gesicht ab. Die gräuliche Winterblässe zum Beispiel, die Augenringe von den durchfeierten Faschingsbällen oder einfach auch nur durch die viele Arbeit, die im Februar nach den Semesterferien vielerorts anfällt.

    An all diesen anstrengenden Faktoren lässt sich eigentlich wenig ändern, doch manchmal tun es ein paar Fassadenarbeiten, um den Eindruck von guter Laune zu verbreiten. "Kirschrot ist wie ein Farbblitz und macht sofort eine gute Ausstrahlung", sagt Kathrin Jokubonis, Make-up-Artist bei Mac, und weiß, dass viele gerade im Frühling eine überproportional große Sehnsucht nach Farbe haben.

    "Rot wirkt einfach frisch", pflichtet ihr Martin Maurer, Make-up-Trainer von Shiseido, bei. Beide sind sich einig: Lippenstift auftragen kann zehn Sekunden, aber auch zehn Minuten dauern. "Wer will, dass die roten Lippen lange halten, sollte sich ein bisschen Zeit nehmen", sagt Jokubonis.

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    Wer perfekt geschminkte Lippen will, sollte etwas Zeit investieren.

    Lippen-Peelings und Primer

    Sie sieht jeden Tag wieder, was die kalte Jahreszeit und die trockene Heizungsluft mit den Lippen anrichten. Sie empfiehlt deshalb regelmäßige Lippen-Peelings, das von Mac mit Zuckerkristallen kommt, nach Vanille schmeckt und die Hautschüppchen abribbelt. Nur auf glatten Lippen hält die Farbe nämlich wirklich gut, das sei ähnlich wie bei der Leinwand, auf die ein Künstler mit Ölfarbe malt: "Wenn die Unterlage grisselig ist, klappt es mit der Farbe nicht gut", sagt Jokubonis.

    Zur zusätzlichen Glättung empfiehlt sie einen Lippen-Primer. Primer heißen sämtliche kosmetische Produkte, die als Unterlage aufgetragen werden. "Ein Primer wirkt wie ein Reißverschluss zwischen Lippe und Lippenstift und garantiert, dass die Farbe nicht sofort wieder weg ist."

    Farbschwund sei vor allem bei den derzeit hochaktuellen matten Lippenstiften gefährlich. Sie enthalten viele Puderpartikel, die leicht abgehen und die Lippen zusätzlich austrocknen. Shiseido hat deshalb gerade eine Lippenstiftneuheit in Gel-Textur lanciert, der "matt wirkt, aber trotzdem viele Pflegestoffe enthält", so Maurer, der die Unterscheidung zwischen matten und glänzenden Lippenstiften nicht so streng sieht. "Ein matter Lippenstift lässt sich untertags mit ein bisschen Gloss wunderbar auffrischen", sagt er.

    Dos und Don'ts

    Allgemein gebe es, da sind sich Jokubonis und Maurer einig, ein paar Tricks, die jede Lippenstiftträgerin beherzigen sollte.

    Erstens: Lippenkonturenstift immer auf der ganzen Lippe verwenden und erst dann die Farbe auftragen, weil mit diesem Trick die Farbe intensiver ist und länger hält.

    Zweitens: Niemals einen im Vergleich zur Lippenstiftfarbe dunkleren Konturenstift verwenden. "Das war einmal, und es war einmal schön", lacht Jokubonis.

    Drittens: Lippenstift immer von außen nach innen auftragen, also von der Mundecke Richtung Lippenherz, "weil das vollere Lippen macht, umgekehrt wirkt es wesentlich spitzer.

    Viertens: Mit mattem Lippenstift sollte man eher keine öligen Speisen wie etwa Salat essen.

    Fünftens: Dünnlippigen Kundinnen, die vollere Lippen wollen, empfiehlt Jokubonis, den Konturenstift auf der Oberlippe am äußeren und an der Unterlippe am inneren Rand nachzuziehen, weil es optisch vergrößert.

    Und was ist eigentlich die größte Lippenstiftsünde? "Wenn die Farbe nicht nur auf den Lippen, sondern auch auf den Zähnen landet", sagt Jokubonis wie aus der Pistole geschossen, weil sie es recht oft sieht. (Karin Pollack, RONDO, 11.4.2019)

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