Schweizer Verlag Tamedia im vergangenen Jahr mit Gewinnrückgang

    12. März 2019, 08:46
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    Betriebsgewinn sank um 27 Prozent – Printgeschäft unter Druck

    Zürich – Das Schweizer Verlagshaus Tamedia, das in Österreich ein Viertel an der Tageszeitung "Heute" und die Mehrheit an deren Onlineauftritt hält, hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Der Betriebsgewinn (Ebit) sank 2018 um 27 Prozent auf 131,6 Mio. Franken (116 Mio. Euro). Unter dem Strich fiel der Reingewinn um 24 Prozent auf 129,5 Mio. Franken.

    Grund dafür sei der starke Rückgang bei der gedruckten Werbung, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zudem musste Tamedia eine Wertberichtigung infolge des Publicitas-Konkurses vornehmen. Allerdings hatte der Konzern im Vorjahr von verschiedenen buchhalterischen Sondereffekten profitiert. Unter Ausklammerung aller Sondereffekte liege das Betriebsergebnis leicht unter Vorjahr, schrieb Tamedia.

    Der Umsatz kletterte dagegen um 3,7 Prozent auf 1,01 Mrd. Franken. Dies verdankt das Medienhaus den Übernahmen der Werbevermarktungsfirmen Neo Advertising und Goldbach (letztere konsolidiert seit September), der Basler Zeitung sowie den weiter prosperierenden kommerziellen Digitalangeboten.

    Rückläufige Werbeerlöse

    Die ausgewiesenen Zahlen liegen leicht unter den Schätzungen der ZKB. Die Zürcher Kantonalbank hatte einen Umsatz von 1,03 Mrd. und ein EBIT von 138,1 Mio. Franken prognostiziert.

    Stark rückläufig waren 2018 erneut die Werbeerlöse in den gedruckten Zeitungs- und Zeitschriftenangeboten. Insgesamt verringerte sich der Umsatz des Geschäftsfeldes Bezahlmedien so um 5,7 Prozent auf 569,6 Mio. Franken.

    Noch stärker litt das Betriebsergebnis, das von 54 auf 18 Mio. Franken fiel. Belastend wirkten der Konkurs der Werbevermittlerin Publicitas, Schließungskosten für die gedruckte Ausgabe der Westschweizer Zeitung "Le Matin" sowie das niedriger Ergebnis der Zeitungsdruckzentren.

    Auf einen konkreten Geschäftsausblick für das laufende Jahr verzichtet das Tamedia-Management wie gewohnt. (APA, 12.3.2019)

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