So wird sich die Stadt der Zukunft ernähren

    Ansichtssache13. März 2019, 09:00
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    Urbane Gärten, Indoor-Farmen und Food-Kooperativen holen die Landwirtschaft in die Stadt

    Schon gehört? "Edition Zukunft", der Podcast über das Leben und die Welt von morgen.

    "Es bräuchte Hochhäuser für die Produktion von Lebensmitteln"

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    foto: istock/linephoto

    Die neuen Stadtbauern

    Man könnte Urban Agriculture einfach mit "Landbau in der Stadt" übersetzen, doch das geht am Kern der Sache vorbei. Denn hinter dem Schlagwort stecken zwei unterschiedliche Dinge: Da sind einerseits Urban Gardeners, also Stadtmenschen, die sich ihre Tomaten, Chilis und Karotten selbst anbauen. Sie garteln am Wiener Donaukanal, am ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof oder auf ihren eigenen Dächern. Es geht ihnen natürlich ums selbstgezogene Gemüse – aber auch um eine Lebenseinstellung.

    Im Gegensatz dazu stehen jene "Stadtbauern", die möglichst viele Lebensmittel auf möglichst wenig Fläche in der Stadt produzieren wollen. Anders als die Urban Gardeners ziehen sie dabei alle technischen Register: Ihre vertikalen Garten sind in mehrstöckigen Gebäuden mitten in der Stadt angelegt, abgeschirmt von der Natur. Sie brauchen keine Erde, keine Pestizide und keine Sonne – LEDs bestrahlen die Pflanzen, computergesteuerte Belüftungs- und Bewässerungssysteme sorgen für ein ideales Klima. Das alles benötigt Strom. Zu viel Strom, wie einige Experten kritisieren. Die eingesparten Transportwege könnten den Energieverbrauch der "Farmscraper" nicht wettmachen – und sie verbrauchen wertvolle Stadtfläche. (pp)

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