Kurden stürmen letzte IS-Bastion in Syrien

    10. März 2019, 19:48
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    Internationale Anti-IS-Allianz fliegt Luftangriffe – Offenbar keine Zivilisten mehr in Baghouz

    Damaskus – Im Osten Syriens haben Truppen unter kurdischer Führung nach eigenen Angaben den finalen Angriff auf die letzte Bastion der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) begonnen. Die Kämpfe hätten angefangen, sagte der Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mustafa Bali, am Sonntagabend.

    Jets der internationalen Anti-IS-Koalition würden Angriffe auf Waffenlager der Terroristen fliegen, teilte Bali via Twitter mit. Seit Samstag hätten keine Zivilisten die Ortschaft Baghouz verlassen und Beobachtungsposten hätten auch keine weiteren Zivilisten dort gesichtet, so die von den USA unterstützten SDF.

    Die SDF hat den Angriff auf Baghouz seit Wochen angekündigt, ihn aber immer wieder verschoben, um Zivilisten die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Tausende von ihnen, aber auch Kämpfer, verließen daraufhin den Ort.

    Einsicht bei den USA

    Wird das an der Grenze zum Irak gelegene Baghouz von den SDF-Rebellen eingenommen, verbleibt nur noch eine abgelegene kaum besiedelte Region westlich des Euphrats in der Hand der IS-Kämpfer, das inmitten des von der syrischen Armee kontrollierten Gebietes liegt.

    Der Nationale Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten, John Bolton, sagte am Sonntag, der IS habe zwar praktisch 100 Prozent seines eroberten Territoriums verloren, bleibe aber als Terrororganisation weiter gefährlich. "Wir wissen jetzt, dass es immer noch verstreute IS-Kämpfer im Irak und in Syrien gibt und dass der IS selbst in anderen Teilen der Welt wächst", sagte Bolton dem US-Sender ABC. "Die Bedrohung des IS wird bleiben." (APA, 10.3.2019)

    • Lichtspueren zeugen von Bombardements in Baghouz.
      foto: ap photo/maya alleruzzo

      Lichtspueren zeugen von Bombardements in Baghouz.

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