St. Pölten trotz Last-Minute-Pleite bei Admira in Meistergruppe

10. März 2019, 19:14
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Aiwu-Doppelpack und Kalajdzic bescheren den Hausherren einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf

Maria Enzersdorf – Der SKN St. Pölten ist im Kalenderjahr 2019 in der Bundesliga zwar weiter sieglos, hat aber vorzeitig den Sprung in die Meistergruppe geschafft. Dafür durfte sich die Mannschaft von Trainer Ranko Popovic am Sonntag sogar eine 2:3-(1:1)-Niederlage bei der Admira leisten, da Rapid gleichzeitig bei Mattersburg verlor. Die Admira ist mit nunmehr drei Siegen ins Frühjahr gestartet.

Der Gastgeber ging in der 36. Minute durch einen Kopfball-Treffer von Emanuel Aiwu nach einem Freistoß in Führung, weniger später glich Luca Meisl (40.) ebenfalls nach einer Standardsituation aus. Nach der Pause hatte die Admira zwar mehr vom Spiel, doch St. Pölten die besseren Möglichkeiten. Nach einem etwas glücklichen Tor von Sasa Kalajdzic (83.) fielen noch zwei Treffer in der Nachspielzeit: Erst glich Rene Gartler (92.) per Hands-Elfmeter aus, in der 94. Minute traf erneut Aiwu zum Admira-Sieg.

Zerfahren

In einer zerfahrenen Partie hatte die Admira die erste nennenswerte Chance. Nach einer Kombination über mehrere Stationen schoss Wilhelm Vorsager in der 15. Minute nach einem Doppelpass mit Kalajdzic neben das Tor. Knapp zehn Minuten vor dem Pausenpfiff lief sich Aiwu bei einem Freistoß von Stephan Zwierschitz gut in Position und drückte den Ball über die Linie. SKN-Goalie Christoph Riegler hatte sich bei der weit segelnden Flanke allerdings verschätzt.

Doch nur vier Minuten später schaffte St. Pölten den Ausgleich. Der unbewachte Daniel Luxbacher nahm den Ball an der Strafraumgrenze volley, Meisl fälschte den Ball unhaltbar für Admira-Goalie Andreas Leitner ab. Nach dem Seitenwechsel vergab Gartler in der 56. Minute die beste Chance auf die Führung für die St. Pöltner, sein Abschluss aus spitzem Winkel wurde noch von Aiwu geklärt.

Drama

Zehn Minuten später setzte Gartler den Ball per Kopf knapp daneben, auch beim Kopfball von Pak Kwang-ryong (72.) fehlte nicht viel. Besser machte es auf der anderen Seite Kalajdzic, der nach einem vom Ex-Admiraner Daniel Drescher abgefälschten Hjulmand-Schuss ins Tor abstaubte. Nach dem verwandelten Elfmeter von Gartler gab es noch einen Eckball für die Admira, und der alleine gelassene Aiwu komplettierte seinen Doppelpack.

St. Pölten hält nun auf Platz vier bei 30 Punkten und kann in der letzten Runde nicht mehr aus den ersten sechs verdrängt werden. Die Admira verbesserte sich auf Platz zehn. (APA, 10.3.2019)

Bundesliga, 21. Runde, Sonntag

FC Admira – SKN St. Pölten 3:2 (1:1)
BSFZ-Arena, 2.350 Zuschauer, SR Altmann

Torfolge:
1:0 (36.) Aiwu
1:1 (40.) Meisl
2:1 (83.) Kalajdzic
2:2 (92.) Gartler (Elfmeter)
3:2 (94.) Aiwu

Admira: Leitner – Aiwu, Schösswendter, Bauer – Zwierschitz, Toth, Scherzer (65. Maier) – Vorsager, Hjulmand – Kalajdzic, Schmidt (87. Starkl)

St. Pölten: Riegler – Meisl, Luan, Drescher – Ingolitsch, Fountas, Mislov, Luxbacher, Rasner – Pak (85. Balic), Gartler

Gelbe Karten: Aiwu, Zwierschitz bzw. Ingolitsch

Stimmen:

Reiner Geyer (Admira-Trainer): "Besonders gefallen hat mir, dass wir nach dem Nackenschlag durch das 2:2 schon in der Nachspielzeit beim Anstoß sofort wieder nach vorne gespielt haben und noch einmal alles probieren wollten, um vielleicht doch noch zu gewinnen. Dafür sind wir belohnt worden. Das Spiel hätte natürlich auch unentschieden ausgehen können. Wir sind in der ersten Hälfte gut reingekommen, da haben wir auch gut Fußball gespielt, aber die Windverhältnisse waren krass, so stark habe ich sie hier noch nie erlebt. Nun heißt es fokussiert zu bleiben und die Mannschaft weiterzuentwickeln. Wir wollen nach den drei Siegen den Spirit mitnehmen."

Ranko Popovic (St.-Pölten-Trainer): "Wir hätten uns mehr verdient, sind aber durch unser Hauptproblem – die Standards – bestraft worden. Positiv ist, dass wir nach Gegentoren zweimal zurückgekommen sind. Auch deshalb ist das Ergebnis am Ende sehr enttäuschend. Positiv ist aber auch, dass wir unser Ziel, die Qualifikation für die Meistergruppe, erreicht haben. Es wartet aber noch viel Arbeit auf uns."

Übersicht:

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