Hartberg und Wolfsberg trennen sich 1:1

10. März 2019, 19:04
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Die Kärntner müssen in der Steiermark ab der 56. Minute in Unterzahl spielen

Der WAC hat es am Sonntag verabsäumt, sich vorzeitig das Ticket für die Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga zu sichern. Die Kärntner spielten beim TSV Hartberg nur 1:1 und können daher in der letzten Runde vor der Ligateilung noch aus den Top sechs verdrängt werden. Die Ausgangslage für das Team von Christian Ilzer ist mit einem Drei-Punkte-Plus auf den Siebenten Rapid aber nach wie vor gut.

Der weiter fünftplatzierte WAC ging in der Profertil Arena dank eines herrlichen Weitschusstreffers von Christopher Wernitznig (36.) völlig verdient in Führung. Nach einer Gelb-Roten Karte für Marcel Ritzmaier (56.) kamen die Hausherren aber besser in die Partie und wurden mit dem Ausgleich von Rajko Rep (66./7. Saisontor) belohnt. Damit gingen für beide Teams die Sieglosserien weiter, sie haben seit sieben Partien nicht mehr gewonnen. Der TSV hat bei einem Rückstand von drei Punkten und dem klar schlechteren Torverhältnis als Sturm Graz eigentlich keine Chance mehr auf das obere Play-off.

Tonangebend

Die Kärntner waren an der ehemaligen Wirkungsstätte von WAC-Trainer Ilzer von Beginn an tonangebend, Hartberg-Goalie Rene Swete hatte alle Hände voll zu tun. Der 28-Jährige patzte bei einer Leitgeb-Direktabnahme, hatte aber Glück, dass der Volley-Nachschuss von Sekou Koita aus neun Metern neben das Tor ging (5.). In der Folge zeigte sich der Hartberg-Schlussmann aber mehrmals von seiner besten Seite.

Swete parierte Schüsse von Ritzmaier (14., 30.) und noch besser einen Wernitznig-Abschluss (19.) knapp außerhalb des Fünfers und auch einen Friesenbichler-Volley (31.). Bei einem Sollbauer-Kopfball (36.) rettete ein Hartberg-Spieler für ihn auf der Linie. Wenige Augenblicke später zappelte der Ball aber im Netz. Wernitznig nahm sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf unhaltbar für Swete ins Kreuzeck. Der WAC verabsäumte es nachzulegen, auch Michael Liendl (41.) fand in Swete seinen Meister. Von Hartberg war offensiv wenig zu sehen, ein Rasswalder-Abschluss landete über dem Tor (24.), eine Rep-Hereingabe fand knapp keinen Abnehmer (33.).

Tonart

Nach dem Seitenwechsel ging es vorerst in der selben Tonart weiter, bei einem Leitgeb-Kopfball (49.) fehlte nicht viel. Die Kärntner machten sich aber selbst das Leben noch einmal schwer. Ritzmaier sah wegen wiederholten Foulspiels zurecht die Gelb-Rote Karte (56.). Hartberg kam dadurch zurück. Kofler konnte einen Rep-Abschluss noch parieren (59.), bei einem Volley des 28-jährigen Slowenen rettete die Latte (65.).

Chance Nummer drei ließ sich der Toptorschütze des TSV aber nicht entgehen, und das war ein Geschenk der Gäste. Alexander Kofler haute bei einem Klärungsversuch am Ball vorbei und Rep konnte ins leere Tor einschießen. Danach konnte sich kein Team mehr einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Dem WAC reicht nun zum Abschluss fix ein Punkt gegen die Admira. Hartberg ist bei Rapid zu Gast. (APA, 10.3.2019)

Fußball-Bundesliga – 21. Runde: TSV Hartberg – WAC 1:1 (0:1).
Hartberg, Profertil Arena, SR Jäger.

Tore: 0:1 (36.) Wernitznig

1:1 (66.) Rep

Hartberg: Swete – Blauensteiner (60. Sanogo), Huber, Siegl, Rasswalder – Cancola – Flecker, Kainz, Tschernegg (46. Ch. Kröpfl), Rep – F. Schubert (78. Tadic)

WAC: Kofler – Novak, Sollbauer, Gollner, Schmitz – Wernitznig, M. Leitgeb, Ritzmaier – Liendl – Koita (62. Sprangler), Friesenbichler (84. Jovanovic)

Gelb-Rote Karte: Ritzmaier (56./Foul)

Gelbe Karten: Kainz, Cancola, Sanogo, Huber bzw. Koita, Friesenbichler, Schmitz

Stimmen:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): "Aufgrund der zweiten Hälfte kann man nicht zufrieden sein, da haben wir die klareren Chancen gehabt und hätten das zweite Tor machen müssen. In der ersten Hälfte haben wir im Spielaufbau den einen oder anderen Fehler gemacht, dem Gegner die Bälle leicht zukommen lassen und im Spiel nach vorne kaum Lösungen gehabt. Das sind Sachen, die so nicht passieren sollen. In der Halbzeit haben wir ein bisschen was korrigiert, dann haben wir es auch besser gemacht, am Ende war das Unentschieden ein bisschen zu wenig. Wir haben in den ersten drei Spielen zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht."

Christian Ilzer (WAC-Trainer): "Der Puls ist schon noch leicht erhöht. Ich glaube, dass wir eine überragende Leistung meiner Mannschaft gesehen haben. Wir haben in 55 Minuten 25 Mal aufs Tor geschossen, enorm dominant gespielt, den Ball laufen lassen. Es war alles dabei, was man sich als Trainer wünscht. So unter Druck gesetzt, hat Hartberg noch nicht annähernd eine Mannschaft. Wenn man so viele Chancen hat, muss man zur Pause schon 3:0 oder 4:0 führen, das müssen wir uns ankreiden lassen. Wie wir aufgetreten sind, hat mich aber schon beeindruckt, leider konnten wir den erhofften Sieg nicht einfahren. Wir schauen nur auf uns, wichtig ist, dass wir endlich ein Spiel gewinnen. Heute waren wir sehr nahe dran"

Zur Gelb-Roten Karte: "Ich habe mir es nicht noch einmal anschauen müssen, ich habe zwei gesunde Augen und habe gesehen, dass hier überhaupt kein Kontakt war."

Showdown:

Szenarien zum Einzug in die Bundesliga-Meisterrunde

Übersicht:

  • Hartberg glich in Überzahl aus.
    apa/erwin scheriau

    Hartberg glich in Überzahl aus.

  • WAC verpasste den Meistergruppen-Matchball.
    apa/erwin scheriau

    WAC verpasste den Meistergruppen-Matchball.

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