Salzburg vergibt Elfer bei torlosem Remis gegen Sturm

10. März 2019, 19:06
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Nur wenige Highlights beim Duell in Salzburg

Salzburg – Im Kampf um die Teilnahme an der Meistergruppe der Bundesliga hat Sturm Graz am Sonntag bei Salzburg einen Punkt entführt und ist unter den ersten sechs geblieben. Dank des 0:0 hat Sturm vor der letzten Runde des Grunddurchgangs zwei Punkte Vorsprung auf Rapid (Rang 7) und Mattersburg (8.) und drei auf Hartberg (9.), das zudem ein weit schlechteres Torverhältnis aufweist.

Sturm profitierte von der 1:2-Niederlage Rapids in Mattersburg und hat vor dem letzten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die bereits fix für die Meistergruppe qualifizierte Austria die besten Karten.

Goalgetter Munas Dabur verschoss im 100. Pflichtspiel von Trainer Marco Rose in aufreizender Manier einen Elfer (75.), die dominanten, aber offensiv eher stumpfen Bullen stellten dennoch einen fast 35 Jahre alten Bundesliga-Rekord ein: Mit dem 39. Ligaheimspiel ohne Niederlage in Folge seit 3. Dezember 2016 zog man mit SSW Innsbruck gleich. Die Tiroler waren von 13. März 1982 bis 14. September 1984 in 39 Bundesliga-Heimspielen nie als Verlierer vom Platz gegangen. Bewerbsübergreifend sind es für Salzburg sogar schon 58 Heimpartien ohne Niederlage.

Verändert

Rose brachte drei Tage nach dem 0:3 in Neapel Cican Stankovic, Albert Vallci, Enock Mwepu, Fredrik Gulbrandsen und Takumi Minamino in die Startelf. Bei Sturm, das auf den gesperrten Anastasios Avlonitis verzichten musste, rückten Stefan Hierländer, Philipp Huspek und Emeka Eze ins Team.

Salzburg tat sich im Spielaufbau relativ schwer, kam in der ersten Hälfte trotz 73 Prozent Ballbesitz bis auf eine Doppelchance von Minamino lange Zeit zu keinen nennenswerten Chancen. Einmal blockte Fabian Koch in höchster Not (13.), dann war Siebenhandl zur Stelle (14.). Kurz vor der Pause trat Minamino mit einem Schuss ans Außennetz (45.) und einem Volley neben das Tor (45.+3) in Erscheinung.

Defensiv

Sturm agierte defensiv orientiert, versteckte sich aber nicht und agierte sowohl in den Zweikämpfen als auch bei der Laufleistung sichtlich engagiert. Die Grazer fanden zudem die eigentlich besseren Möglichkeiten vor: Einmal wurde ein zu schwacher Schuss Otar Kiteishvilis Beute von Stankovic (16.), dann zielte der etwas überraschte Eze aus rund 15 Metern über das Tor (25.).

Am Charakter des Spiels änderte sich auch nach Wiederbeginn nichts, Salzburg dominierte, ließ aber den letzten Punch und Ideen vermissen. Lange passierte abgesehen von einem Vallci-Köpfler (58.). und einem Kiteishvili-Schuss (66.) neben die Tore nichts. In der 73. Minute erhielten die Bullen dann nach einem Hierländer-Hands einen Elfer zugesprochen, der eingewechselte Dabbur vergab aber auf sehenswerte Weise: Sein Lupfer gegen den bereits am Boden liegenden Jörg Siebenhandl strich Zentimeter über die Latte. (APA, 10.3.2019)

Bundesliga, 21. Runde, Sonntag

Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 0:0
Red-Bull-Arena, 10.142 Zuschauer, SR Drachta

Salzburg: Stankovic – Lainer, Ramalho, Vallci, Ulmer – Mwepu (78. Szoboszlai), Samassekou, Junuzovic – Gulbrandsen (61. Dabbur), Minamino, Wolf (83. Prevljak)

Sturm: Siebenhandl – F. Koch, Spendlhofer, Maresic – Hierländer, Lovric (81. Dominguez), Ljubic, Mensah – Huspek (62. Jantscher), Eze (62. Grozurek), Kiteishvili

Gelbe Karten: keine bzw. Lovric, Hierländer

Anm.: Dabbur verschoss in der 75. Minute einen Elfer.

Stimmen:

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Natürlich hätten wir heute gerne gewonnen. Aber wir müssen mit diesem Punkt leben. Meine Mannschaft hat viel probiert, viel investiert, aber sich auch selbst das Leben schwer gemacht, nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, zu oft zu zentriert gespielt. Da war kein Durchkommen. Dann verschießen wir auch noch einen Elfer, der uns geholfen hätte. Wenn er reingegangen wäre, wäre ich der erste Gratulant gewesen, aber so muss ich die Art und Weise hinterfragen."

Roman Mählich (Sturm-Trainer): "Wenn man hier zu null spielt und mit einem Punkt nach Hause fährt, muss man zufrieden sein. Ich kenne zwar die Statistik nicht, aber es haben nicht viele Mannschaften in den letzten Jahren hier zu null gespielt. Salzburg war besser, hat viel Druck gemacht, aber wir haben aus dem 0:3 in der vergangenen Woche die richtigen Lehren gezogen." Zur letzten Runde gegen die Austria: "Darüber habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht. Letzte Woche wurden wir noch verdammt. Jetzt haben wir ein schönes Endspiel vor uns, auf das wir uns alle freuen."

Showdown:

Szenarien zum Einzug in die Bundesliga-Meisterrunde

Übersicht:

  • Sturm brachte Salzburg in Bedrängnis.
    apa/krugfoto

    Sturm brachte Salzburg in Bedrängnis.

  • Salzburg brachte Sturm in Bedrängnis.
    apa/krugfoto

    Salzburg brachte Sturm in Bedrängnis.

  • Dabbur vergab den Salzburger Matchball.
    foto: apa/krugfoto

    Dabbur vergab den Salzburger Matchball.

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