Rapid verliert und ist auf Schützenhilfe angewiesen

10. März 2019, 19:09
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Die Wiener müssen sich im Burgenland 1:2 geschlagen geben

Mattersburg – Rapid kann die Meistergruppe der Bundesliga wohl abschreiben. Die Hütteldorfer kassierten am Samstag eine 1:2-Niederlage beim SV Mattersburg und haben damit nur noch eine kleine Chance, nach der letzten Runde des Grunddurchgangs in einer Woche unter den ersten sechs zu sein.

Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg gegen Hartberg. Außerdem müsste die Austria bei Sturm gewinnen. Schon bei einem Unentschieden hätten die zwei Punkte vor Rapid liegenden Steirer aufgrund der besseren Tordifferenz wohl die Nase vorn. Mit einem Remis gegen die Admira wäre der drei Punkte vor Rapid liegende WAC fix durch. Mattersburg, als Achter punktegleich mit Rapid, hat wegen des noch schlechteren Torverhältnisses nur noch theoretische Chancen.

Andreas Gruber brachte den SVM in der 13. Minute mit 1:0 in Führung, Philipp Schobesberger sorgte in der 38. Minute für das 1:1. Der Siegestreffer der Burgenländer in der 81. Minute ging auf das Konto von Thorsten Mahrer.

Nervös

In der Anfangsphase war den Gästen nicht anzumerken, was für sie auf dem Spiel stand. Die Mattersburger präsentierten sich zunächst in stärkerer Verfassung und kamen mit dem äußerst holprigen Geläuf deutlich besser zurecht – vor allem in der 13. Minute: Rund 20 Meter vor dem Tor sprang der Ball vor Gruber optimal auf, und der Gold-Torschütze gegen Wacker Innsbruck beförderte das Kunstleder mit einer eigenwilligen Bogen-Flugbahn ins Kreuzeck.

Rapid zeigte sich vom Gegentor einigermaßen geschockt. Im Spiel nach vorne klappte vorerst nichts, in der Defensive schlichen sich immer wieder Unachtsamkeiten ein, so etwa in der 20. Minute, als ein abgefälschter Schuss von Marko Kvasina das Tor relativ knapp verfehlte.

Erst nach gut einer halben Stunde fanden die Hütteldorfer besser in die Partie, Beleg dafür war ein Freistoß neben das Mattersburg-Gehäuse von Manuel Martic (36.). Zwei Minuten später bekam Rapid den Ausgleich von den Gastgebern praktisch auf dem Silbertablett serviert. SVM-Goalie Markus Kuster brachte Jano mit einem Pass in Bedrängnis, der Spanier verlor zunächst den Ball an Thomas Murg und bugsierte das Spielgerät dann unfreiwillig auf Schobesberger, der nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Mahrer macht's

In der zweiten Hälfte verschafften sich die Rapidler vorerst klare Vorteile und ließen in der 53. Minute eine Top-Chance aus. Nach Querpass von Murg schoss Andrija Pavlovic aus zehn Metern völlig freistehend weit drüber. Gefährlich wurde es auch noch in der 65. Minute bei einem Weitschuss von Stefan Schwab, der von Christoph Knasmüllner abgefälscht wurde und Kuster zu einer Fußabwehr zwang.

Es folgte ein langer Leerlauf, ehe im Finish wieder die Spannung stieg und Mattersburg der Lucky Punch gelang. Der eingewechselte Martin Pusic spielte Mahrer frei, und der Verteidiger schloss gekonnt zum 2:1 ab. Damit war die erste Rapid-Niederlage gegen die Burgenländer seit 13 Bewerbspartien besiegelt. (APA, 10.3.2019)

Bundesliga, 21. Runde, Sonntag

SV Mattersburg – SK Rapid Wien 2:1 (1:1)
Pappelstadion, 11.000 Zuschauer, SR Gishamer

Torfolge:
1:0 (13.) Gruber
1:1 (38.) Schobesberger
2:1 (81.) Mahrer

Mattersburg: Kuster – Mahrer, Ortiz, Rath – Hart, Jano, Salomon, Renner (94. Fran) – Erhardt, Kvasina (66. Pusic), Gruber (75. Halper)

Rapid: Strebinger – Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli – Martic (83. V. Berisha), Schwab – Murg, Knasmüllner (74. Ivan), Schobesberger – Pavlovic (67. Badji)

Gelbe Karten: Kvasina, Salomon bzw. Martic, Auer, Badji

Stimmen:

Klaus Schmidt (Mattersburg-Trainer): "Wir haben besser ins Spiel gefunden. Den Ausgleich haben wir Rapid geschenkt. Rapid hatte Vorteile, wir haben aber an uns geglaubt und den einen oder anderen Konter gespielt. Den Konter von Mahrer hat er eiskalt abgeschlossen, Hut ab."

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Wir sind hergefahren, um als Sieger vom Platz zu gehen, und haben gewusst, dass es schwer wird. Dann ist irgendein Schusserl ins Tor gefallen, das hat uns einen Knacks gegeben. Wir waren nie so kompakt, wie wir sein sollten. Es ist sehr schwer, hier zu spielen, vor allem für eine spielerische Mannschaft. Wir haben Mattersburg ein bisschen spielen lassen, der Spielplan war ein anderer. Jede Mannschaft hat es leichter, bei so einem Platz zu verteidigen. Der Gegner hat mit seinen Mitteln dagegengehalten. Wir haben gewusst, dass es eine enge Kiste wird. Uns helfen nur noch Tore und die Hilfe von anderen."

Übersicht:

  • Mattersburg bejubelte die Führung.
    apa/herbert p. oczeret

    Mattersburg bejubelte die Führung.

  • Rapid bejubelte den Ausgleich.
    apa/herbert p. oczeret

    Rapid bejubelte den Ausgleich.

  • Am Ende gab's keine Punkteteilung.
    apa/herbert p. oczeret

    Am Ende gab's keine Punkteteilung.

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