Verkehrsressort gab 132.000-Euro-Auftrag an FPÖ-nahe Agentur

    9. März 2019, 12:44
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    Laut "Profil" Einjahresvertrag für Kampagne gegen Drogen am Steuer – Kritik von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Drozda

    Wien – Das Verkehrsministerium unter Norbert Hofer (FPÖ) hat an eine Werbeagentur, die im Mehrheitsbesitz eines FPÖ-Bezirksrates in Wien-Landstraße steht, einen Werbeauftrag mit einem Volumen von 132.000 Euro vergeben. Das berichtete das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner aktuellen Ausgabe. Der Auftrag betraf die Agentur Outsell GmbH für die Kampagne "Lass Drogen nicht ans Steuer".

    Mehrheits-Eigentümer der Werbeagentur ist laut "Profil" Andreas Bussek, der auch Vorstandsmitglied der Freiheitlichen Wirtschaft Wien ist. In der Vergangenheit hat die Agentur laut "Profil" mehrere FPÖ-Aufträge abgewickelt. Im Verkehrsministerium wollte man den Bericht am Samstag nicht näher kommentieren. Aus Hofers Büro hieß es lediglich, es sei bei der Vergabe mit Sicherheit alles strikt nach den Vorgaben geschehen.

    Bussek selbst sagte laut "Profil", das Projekt sei noch im Laufen. "Unser Promotion-Personal fährt mit einem Bus durch ganz Österreich. Wir verteilen Werbeartikel und klären ein Jahr lang über die Gefahren von Drogen am Steuer auf."

    "Verschwenderischer Umgang"

    Scharfe Kritik an der Vergabe übte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda. Er sprach in einer Aussendung von einem "fahrlässigen und verschwenderischen Umgang der FPÖ mit dem hart erarbeiteten Steuergeld der Menschen".

    "Offenbar gibt es für FPÖ-geführte Ministerien nur ein Kriterium für die Vergabe von Aufträgen, nämlich die Zugehörigkeit zur FPÖ. Denn die Auftragsvergabe nach FPÖ-Nähe hat in der FPÖ mittlerweile schon System", meinte Drozda.

    Er verwies etwa darauf, dass letztes Jahr bekannt geworden ist, "dass FPÖ-Innenminister Kickl das Logo seiner Polizeitruppe 'Puma' von einer FPÖ-nahen Werbeagentur erstellen ließ, deren Geschäftsführer laut Medienberichten aufgrund dubioser Geldflüsse bereits ins Visier von Ermittlungen geraten war". (APA, 9.3.2019)

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