Erstmals Stoßwellen von Überschallflugzeugen fotografiert

    8. März 2019, 12:01
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    Die US-Behörde Nasa erhofft Erkenntnisse für Überschallflüge ohne ohrenbetäubenden Knall.

    Washington – Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat erstmals Fotos von interagierenden Stoßwellen zweier Überschallflugzeuge aufgenommen. Zwei T-38-Überschallmaschinen flogen dafür nur rund neun Meter unter einem anderen Flugzeug, das die Bilder mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera machte, wie die Nasa am Donnerstag mitteilte.

    Von dem bahnbrechenden Experiment erhofft sich die Behörde einen praktischen Nutzen: Sie will herausfinden, wie Überschallflüge künftig ohne den ohrenbetäubende Knall beim Durchbrechen der Schallmauer möglich sind.

    Hilfreiche Daten

    Die Nasa entwickelt derzeit ein Testmodell des Überschallflugzeugs X-59. Statt des lauten Knalls soll es beim Durchbrechen der Schallmauer nur noch ein Rumpeln erzeugen. Für die Entwicklung waren die Fotos nötig, die nun in einer Höhe von gut 9.000 Metern über einem Nasa-Forschungszentrum im US-Bundesstaat Kalifornien ausgeführt wurden.

    Die Bilder zeigten, wie sich Stoßwellen verändern – je nachdem, wie weit die Flugzeuge voneinander entfernt waren, erklärte der Ingenieur Neal Smith in einem Beitrag für die Nasa-Webseite. "Diese Daten werden uns sehr dabei helfen, unser Verständnis der Interaktion dieser Stoßwellen voranzubringen."

    Dabei soll es letzten Endes auch um Lärmschutz gehen. Der Knall beim Durchbrechen der Schallmauer hat zu scharfen Restriktionen für Überschallflüge in einigen Staaten geführt. So sperrten mehrere Länder und Städte ihren Luftraum für die inzwischen eingestellten Flüge der französisch-britischen Überschallmaschine Concorde. (APA, AFP, 8.3.2019)

    • Für die Entwicklung waren die Fotos nötig, die nun in einer Höhe von gut 9.000 Metern über einem Nasa-Forschungszentrum im US-Bundesstaat Kalifornien ausgeführt wurden.
      foto: apa/afp/nasa/ho

      Für die Entwicklung waren die Fotos nötig, die nun in einer Höhe von gut 9.000 Metern über einem Nasa-Forschungszentrum im US-Bundesstaat Kalifornien ausgeführt wurden.

    • Der Knall beim Durchbrechen der Schallmauer hat zu scharfen Restriktionen für Überschallflüge in einigen Staaten geführt.
      foto: apa/afp/nasa/ho

      Der Knall beim Durchbrechen der Schallmauer hat zu scharfen Restriktionen für Überschallflüge in einigen Staaten geführt.

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