Hütter-Ausraster bei Frankfurts 0:0 gegen Inter

    7. März 2019, 21:23
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    Eintracht-Trainer auf Tribüne verbannt – Wöber mit Sevilla 2:2 gegen Slavia Prag – Arsenal unterlag in Rennes 1:3

    Frankfurt am Main – Eintracht Frankfurt hat sich im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League am Donnerstag mit einem 0:0 im Heimspiel gegen Inter Mailand begnügen müssen. Dem Team von Trainer Adi Hütter fehlte die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Inter versäumte es, aus einem Elfmeter vorzulegen. Eintracht-Torhüter Kevin Trapp verhinderte gegen Marcelo Brozovic in der 22. Minute einen Rückstand.

    Frankfurt agierte nach dem Seitenwechsel mit mehr Druck, verpasste aber trotz großer Bemühungen einen Treffer. Martin Hinteregger kam in der 70. Minute frei vor dem gegnerischen Gehäuse zum Kopfball, verfehlte das Ziel aber deutlich. Von den Mailändern, die im Sechzehntelfinale Rapid eliminiert hatten, kam nur noch wenig.

    Hütter nach Ausraster auf der Tribüne

    Hütter wurde nach einem Ausraster auf die Tribüne verwiesen und hat sich unmittelbar danach entschuldigt. "Da sind die Emotionen mit mir durchgegangen, weil es für mich ein klarer Elfmeter war. Für dieses Verhalten muss ich mich entschuldigen. Das gehört sich nicht. Die Bilder gefallen mir auch nicht", sagte Hütter.

    Der Vorarlberger hatte Anfang der zweiten Hälfte aus Wut über einen nicht gegebenen Elfmeter eine am Spielfeldrand stehende Wasserflasche weggeschossen. "Es hat mich aufgeregt, sonst hätte ich es nicht gemacht", sagte Hütter zu der Szene. Der schottische Schiedsrichter William Collum hatte den 49-Jährigen daraufhin auf die Tribüne geschickt. Nach dem Abpfiff nahm der Österreicher dies schon wieder mit Humor. "Man hat gesehen, dass ich als Spieler einen guten rechten Fuß hatte."

    Sevilla nur 2:2

    Maximilian Wöber musste sich mit dem FC Sevilla mit einem 2:2-Heimremis gegen Slavia Prag begnügen. Die Andalusier gingen zwar nach 24 Sekunden durch Wissam Ben Yedder in Führung, fingen sich aber unglückliche Gegentore ein. Beim 2:2 verpasste Wöber einen Eckball, von der Schulter eines Tschechen flog der Ball in hohem Bogen ins Tor.

    Emir Dilaver holte mit Dinamo Zagreb in der kroatischen Hauptstadt ein 1:0 gegen Benfica Lissabon, Villarreal schlug Zenit St. Petersburg auswärts mit 3:1. Arsenal muss im Rückspiel eine Aufholjagd starten. Die "Gunners" legten bei Stade Rennes durch Alex Iwobi (4.) früh vor, schwächten sich aber durch eine Gelb-Rote Karte für Verteidiger Sokratis (41.) selbst. Rennes glich noch vor der Pause aus, ein Eigentor von Nacho Monreal (65.) und ein Treffer von Ismaila Sarr (88.) sorgten noch für großen Jubel bei den Franzosen.

    Chelsea und Valencia gewinnen

    Chelsea und Valencia konnten später im Kampf um den Einzug Viertelfinale Heimsiege eingefahren. Die Londoner feierten dank Treffer von Pedro (17.), Willian (65.) und Hudson-Odoi (90.) einen 3:0-Erfolg über Dynamo Kiew, die Spanier gewannen durch einen Rodrigo-Doppelpack (12., 24.) mit 2:1 gegen Krasnodar. Das Tor von Viktor Claesson (63.) lässt die Russen noch hoffen. (APA, 7.3.2019)

    Achtelfinal-Hinspiele der Fußball-Europa League vom Donnerstag:

    Eintracht Frankfurt – Inter Mailand 0:0. Eintracht: Trainer Hütter, Hinteregger spielte durch.

    Stade Rennes – Arsenal 3:1 (1:1).
    Tore: Bourigeaud (42.), Monreal (65./Eigentor), Sarr (88.) bzw. Iwobi (4.).
    Gelb-Rote Karte: Sokratis (Arsenal/41.)

    FC Sevilla – Slavia Prag 2:2 (2:2).
    Tore: Ben Yedder (1.), Munir (28.) bzw. Stoch (25.), Kral (39.).
    Sevilla: Wöber spielte durch.

    Zenit St. Petersburg – Villarreal 1:3 (1:1).
    Tore: Azmoun (35.) bzw. Iborra (33.), Moreno (64.), Morlanes (71.)

    Dinamo Zagreb – Benfica Lissabon 1:0 (1:0).
    Tor: Petkovic (38./Elfmeter).
    Dinamo: Dilaver spielte durch.

    Chelsea – Dinamo Kiew 3:0 (1:0).
    Tore: Pedro (17.), Willian (65.), Hudson-Odoi (90.)

    Valencia – Krasnodar 2:1 (2:0).
    Tore: Rodrigo (12., 24.) bzw. Claesson (63.)

    Rückspiele am 14. März.

    • Kevin Trapp, Adi Hütter und Martin Hinteregger zeigten sich nach dem Match nicht unzufrieden. Hütter hat sich für seinen Wutausbruch entschuldigt.
      foto: reuters/kai pfaffenbach

      Kevin Trapp, Adi Hütter und Martin Hinteregger zeigten sich nach dem Match nicht unzufrieden. Hütter hat sich für seinen Wutausbruch entschuldigt.

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