Schuldspruch in Prozess um Anschlag auf Jüdisches Museum in Brüssel

    7. März 2019, 20:29
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    Islamistischer Täter hatte 2014 vier Menschen erschossen – Angriff stand am Anfang jüngster Terrorserie

    Brüssel – Im Prozess um den Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel ist der Angeklagte Mehdi Nemmouche schuldig gesprochen worden. Das Gericht in der belgischen Hauptstadt sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der 33-jährige Franzose am 14. Mai 2014 in dem Museum vier Menschen erschossen hatte. Ein weiterer Angeklagter wurde wegen Beihilfe schuldig gesprochen.

    Nemmouche war sechs Tage nach dem Anschlag in Marseille im Besitz der Tatwaffen festgenommen worden. In Frankreich steht der 33-Jährige im Zusammenhang mit der mehr als zehnmonatigen Entführung von vier französischen Journalisten in Syrien unter Anklage. Vor dem Anschlag in Brüssel soll er in Syrien an der Seite islamistischer Extremisten gekämpft haben. Der Anschlag war am Anfang jener Terrorserie gestanden, mit der islamistische Terroristen in den folgenden Jahr Europa heimsuchten.

    Zwei der vier entführten Journalisten sagten in Brüssel aus, Nemmouche als Gefängniswächter und Folterer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) identifiziert zu haben. (APA, 7.3.2019)

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