In Venezuela festgenommener US-Journalist wird abgeschoben

    7. März 2019, 12:00
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    Rund zwölf Stunden nach Festnahme wurde der US-Reporter Cody Weddle zum Flughafen gebracht

    Caracas – Der in Venezuela festgenommene US-Reporter Cody Weddle wird nach Angaben eines seiner Arbeitgeber in die Vereinigten Staaten abgeschoben. Rund zwölf Stunden nach seiner Festnahme sei der Reporter am Mittwochabend (Ortszeit) zum internationalen Flughafen Maiquetía gebracht worden, um einen Flug in die USA zu nehmen, berichtete der Fernsehsender WPLG Local 10.

    Weddle hatte zuletzt für verschiedene US-Medien über die politische Krise in Venezuela berichtet, darunter auch für den Sender aus Florida. Der Journalist und sein venezolanischer Mitarbeiter Carlos Camacho waren nach Angaben der Pressegewerkschaft SNTP am Morgen von Agenten des venezolanischen Militärgeheimdienstes festgenommen worden. Die Beamten durchsuchten auch die Wohnung des Reporters und beschlagnahmen Arbeitsgeräte. Das US-Außenministerium zeigte sich besorgt. "Journalist zu sein, ist kein Verbrechen", sagte ein Sprecher des Ministeriums.

    26 Medienschaffende vorübergehend verhaftet

    Auch Weddles Assistent Camacho wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Mit den beiden Männern wurden nach Angaben von SNTP in diesem Jahr bereits 26 Medienschaffende in Venezuela vorübergehend in Gewahrsam genommen.

    Die zunehmend autoritäre Regierung von Präsident Nicolás Maduro hatte vor einigen Wochen mehrere ausländische Journalisten festgenommen und ausgewiesen, weil sie ohne gültiges Arbeitsvisum in Venezuela arbeiteten. Seit Ende des Vorjahres sitzt zudem der deutsche Journalist Billy Six in Venezuela in Haft. Ihm werden Spionage und Rebellion zur Last gelegt. (APA, 7.3.2019)

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