Da stromt was auf uns zu

    6. März 2019, 13:01
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    Anders als Paris, Detroit und Tokio rennen dem Genfer Autosalon nicht so massiv die Hersteller davon. Deutlicher zeigt sich die Trendwende hin zur Elektromobiliät

    Besonders auffällig auf dem Genfer Salon (7.–17. März) ist der Umstand, dass etliche Hersteller neue (Plug-in-)Hybride zeigen. Um die immer strengeren Abgasziele zu erreichen, schreitet die Elektrifizierung des Antriebsstrangs zügig voran. Der andere Schwerpunkt ist batterieelektrisch: Fast jede Studie, jedes Konzeptauto ist entsprechend konfiguriert, ein Beleg für die endgültige Trendwende hin zur Massen-E-Mobilität, die denn auch unmittelbar bevorsteht.

    foto: andreas stockinger
    Piëch Mark Zero, eine Art e-911. Lädt in unter fünf Minuten zu 80 Prozent.

    Vor der Erwähnung der weiteren Salontrends rasch die aktuellen globalen Rahmenbedingungen. 2018 wurden weltweit rund 85 Millionen Pkw neu zugelassen – etwa gleichauf mit 2017. Als Hauptgründe für die Stagnation auf hohem Niveau nennen Experten die aktuellen Handelskonflikte (Trumponomics), den schwierigen Chinamarkt und die verunsichernde Dieseldebatte in Europa. Für heuer wird moderates Wachstum erwartet.

    foto: andreas stockinger
    Citroën Ami One Concept: E-Mobil minimalistisch, aber Platz für zwei.

    Der Veranstalter selbst meldet für den 89. Autosalon am Lac Léman über 100 Welt- und Europapremieren, 180 Aussteller treten im Palexpo-Gelände am Flughafen zur Leistungsschau an – nicht dabei sind diesmal Ford, Opel, DS, Hyundai, Volvo, JLR (Jaguar Land Rover) und Mini. In Paris im Herbst hatten aber noch mehr große Hersteller gekniffen, im internationalen Wettbewerb der großen Premierenmessen bleibt Genf gut im Rennen. Zumal durchaus auch Neuzugänge zu vermelden sind: Aus Russland fährt die Präsidentenlimo Aurus Senat vor, aus China was unter Strom von Arcfox.

    foto: imago
    Der Aurus Senat ist dein Neuzugang aus Russland.

    Allerdings sind richtig stückzahlträchtige Weltpremieren diesmal dünn gesät, mit Peugeot 208, Renault Clio, Mazda3 und CX-30, Skoda Scala und Kamiq sowie eventuell noch Mercedes CLA Shooting Brake sind wir im Prinzip schon durch. Dass weiters der Kategorien-Schwerpunkt insgesamt, also Neuzugänge plus Studien zusammen, ganz klar SUV-lastig ist, ist augenfällig.

    foto: andreas stockinger
    Vielleicht die Salonüberrschung: Fiat Centoventi. Hinweis auf einen e-Panda.

    Die erwähnte Plug-in-Hybrid-Flut bestreiten Jeep (Renegade, Compass) und Mercedes (E 300 de und S 560 e) mit zwei, BMW mit drei (330e, 745e, X5 xDrive45e), Audi mit vier Premieren (Q5, A6, A7, A8 TFSI e quattro). Und an Elektro-Seriendebüts zu erwähnen sind Peugeot e-208, Kia e-Soul, Polestar 2 – sowie die manchmal mehr, manchmal weniger seriennahen E-Studien Seat Minimó, Citroën Ami One, Smart Forease+, VW ID Buggy, Honda Urban EV Prototype, Fiat Centoventi (Kleinst- und Kleinwagen), Seat el-born (Kompakt), Au di e-tron GT Sportback (Coupé), Skoda Vision iV, "Imagine by Kia", Subaru Viziv Adrenaline, Audi Q4 e-tron, Lagonda All-Terrain Concept etc. (SUVs). Alles zu sehen demnächst, hier, in den üblichen Konzerntelegrammen.

    foto: andreas stockinger
    Wenn der ID Buggy ebenfalls ein MEB-Derivat ist, demonstriert es die Variablität der skalierbaren technischen Basis. Lässiges retrofuturistisches Freizeitgerät.

    Andererseits lässt sich auch die Hoch- bis Höchstleistungsfraktion nicht lumpen. Beispiele: Toyota Supra, Porsche 911 Cabrio, Bentley Continental GT Convertible, Ferrari F8 Tributo, Lamborghini Huracán Evo, Koenigsegg Jesko. (Andreas Stockinger, 6.3.2019)

    foto: ap
    Der Koenigsegg Jesko mit abnehmbaren Hard-Top.

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    Geneva International Motorshow

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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