Tipps für einen Radurlaub auf Mallorca

    5. März 2019, 14:10
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    Die abwechslungsreichen Landschaften, das milde Klima und verkehrsarme Straßen locken Radsportler aus ganz Europa an. Zum Start der Radsaison auf Mallorca, ein paar Tipps

    Mallorca wird jedes Jahr von etwa 200.000 Fahrradbegeisterten besucht. Pünktlich zum Start der mallorquinischen Radsaison Ende Jänner hat das Online-Portal weg.de Rennradtouren und -Events sowie Radhotels für den perfekten Radurlaub zusammengestellt.

    Festivals und Events:

    In Playa de Muro findet auch in diesem Jahr vom 10. bis 13. April 2019 das RoadBIKE Festival statt. Neben verschiedenen Workshops, Vorträgen und Biker-Treffen leihen Besucher Testräder und Fahrradzubehör aus und probieren es direkt auf einer 40, 60 oder 90 Kilometer langen Teststrecke aus. Beim Radmarathon M312 haben die leidenschaftlichen Radsportler die Wahl zwischen Strecken von 167 Kilometern, 225 Kilometern oder 312 Kilometern – was einer Inselumrundung entspricht. Das Rennen führt größtenteils durch den beeindruckenden Gebirgszug Serra de Tramuntana im Nordwesten der Insel. Start- und Endpunkt ist bei allen Strecken Playa de Muro, das Herz der Radszene.

    Wer nicht nur leidenschaftlicher Radfahrer ist, sondern auch eine besondere sportliche Herausforderung sucht, der kommt beim Ironman 70.3 Mallorca in Alcúdia am 11. Mai 2019 auf seine Kosten: Nach einer 1,9 Kilometer langen Schwimmstrecke entlang des kleinen Hafens in der Bucht von Alcúdia folgt der direkte Wechsel auf das Rad. Der 90 Kilometer Rundkurs führt von Caimari am Fuß der Tramuntana Bergkette nach Inca und über Sa Pobla zurück zum Hafen von Alcúdia. Zum Abschluss erwartet die Athleten noch eine Laufstrecke in Alcúdia, die je nach Windverhältnissen vor allem entlang der Strandpromenade einige Tücken bereithält.

    Die schönsten Radstrecken:

    Von Can Picafort bis Cap Formentor führt eine 77 Kilometer lange Strecke, die einen moderaten Gesamtanstieg von etwa 1.000 Höhenmetern hat und landschaftlich zu den reizvollsten Touren der Insel gehört. An der Küstenlinie geht es zunächst entlang der Bahia de Alcúdia zum Port de Pollença. Dort beginnt der Anstieg zum ersten Aussichtspunkt und weiter bis zum Kap. Am Leuchtturm warten Kaffee & Kuchen und eine grandiose Aussicht auf den nördlichsten Punkt der Insel.

    Ebenfalls eindrucksvoll ist die Tour von Playa de Muro, die über den Sóller-Pass nach Port Sóller und mit dem Schiff nach Sa Calobra führt. Insgesamt ist die Strecke 146 Kilometer lang. Der nahezu autofreie Pass Coll de Sóller ist aufgrund seiner Serpentinen ein besonderes Vergnügen. Am Küstenort Port de Sóller angekommen, genießen die Radler den idyllischen Hafenort bei einem Kaffee, bevor sie vom Boot Richtung Sa Calobra die fantastische Steilküste bewundern.

    Das Highlight für alle Radfans wartet in Sa Calobra: Fast 800 Höhenmeter windet sich die 1932 erbaute "Schlangenstraße" in atemberaubenden Haarnadelkurven die steile Karstwand hoch. Kurz bevor die Radler den Col des Reis erreichen, fahren sie durch den berühmten "Krawattenknoten": in einer 270-Grad-Kurve führt er die Straße unter sich selbst hindurch. Vorteil für die Sportler: Mit dem Rad ist Sa Calobra in jedem Fall entspannter zu fahren als mit dem Auto.

    Mallorcas Küstenklassiker führt von Port Andratx nach Alcúdia und ist gleichzeitig die anspruchsvollste und abwechslungsreichste Route der Insel. Entlang der Küste blicken die Radler auf das tiefblaue und manchmal türkise Mittelmeer. Von Port Andratx geht es via der Steilküste bei Estellencs über das durch Chopin berühmt gewordene Bergdorf Valldemossa, über den Künstlerort Deía und weiter ins Herz des Orangentals nach Sóller. Hier ist die Hälfte geschafft und nach einer Stärkung auf dem idyllischen Marktplatz nehmen die Radler den höchsten Pass der Insel in Angriff – den Puig Major. Der Anstieg von Sóller führt über gut 13 Kilometer auf knapp 900 Meter. Danach wird man mit einer Abfahrt durchs Hochgebirge und vorbei an den beiden Stauseen Gorg Blau und Cúber belohnt. Bevor die Radfahrer endgültig hinab ins beschauliche Pollença rollen, lohnt sich ein Kaffeestopp im Kloster Lluc. Insgesamt legen die Athleten auf der Strecke 136 Kilometer und 2.300 Höhenmeter zurück.

    Radhotels:

    Die Radhotels in Puerto de Alcúdia und Pollença sind ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Sierra Tramuntana, aber auch weniger anspruchsvolle Touren ins flache Terrain sind hier möglich. Das Zafiro Tropic Hotel in Port Alcúdia hat eine eigene Cyclingstation mit Specialized- und Cannondale-Bikes und im Astoria Playa Hotel in Alcúdia ist ein Wheelsport Bikecenter angeschlossen.

    Nicht nur für Teilnehmer des Radmarathons M312 ist eine Unterkunft in Playa de Muro ideal. Hier im eigentlichen Rad-Mekka liegen nicht nur Start und Ziel des Radmarathons, sondern das RoadBIKE Festival findet hier statt. In Playa de Muro schlug von Anfang an das Rad-Herz der Insel und hier ist die höchste Dichte an Radinfrastruktur und Radlern. Das Hotel Iberostar Playa de Muro war das erste Hotel für Radurlauber der Insel und bietet die größte "Hürzeler"-Verleihstation auf Mallorca.

    Von Can Picafort führen viele beliebte Radrouten in alle Richtungen. Vor allem Einsteiger finden hier ein flaches bis welliges Terrain und wunderbare, geteerte "Gartenwege" durchs idyllische Hinterland, unter anderem nach Petra, wo sich in der Saison tausende Radler zum besten Kuchen der Insel auf dem Marktplatz treffen. Das Hotel Gran Vista bietet einen eigenen Hürzeler-Verleih und im Hotel Ferrer Janeiro gibt es den "Ditsches Bikeworld"-Verleih und Felt-Räder.

    In Palma und Playa de Palma lassen sich Stadt-, Strand- und Radurlaub ideal kombinieren. Nicht nur die Routen im Inselinneren sind von dort gut erreichbar, sondern auch die Bergwelten im Norden der Insel. Die 14 Kilometer lange Strecke entlang der Promenade von Palma bis El Arenal ist ebenfalls sehr beliebt. Im Iberostar Playa Cristina ist eine "Philipps Bike Team"-Station angeschlossen und das Amic Horizonte Hotel bietet einen Cycling-Radverleih.

    Für Rennrad- und Mountainbike-Touren im Tramuntana-Gebirge lohnt sich ein Aufenthalt in Paguera oder Santa Ponsa. Das Hotel Jardin del Sol in Santa Ponsa besitzt einen Radkeller und die "Philipps Bike Team"-Station steht im benachbarten Hotel Sentido Punta del Mar zur Verfügung. (red, 5.3.2019)

    • Von entspannten Flachlandtouren bis zu anspruchsvollen Bergstrecken ist für jeden Geschmack und jedes Fitness-Level etwas dabei.
      foto: weg.de

      Von entspannten Flachlandtouren bis zu anspruchsvollen Bergstrecken ist für jeden Geschmack und jedes Fitness-Level etwas dabei.

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