"Going Underground": Ein Blick auf Österreichs "aufwendigsten" Escape Room

    6. März 2019, 09:06
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    Bombenalarm in Wien muss in dem 170-Quadratmeter-Raum innerhalb von 90 Minuten aufgeklärt werden

    Bombenalarm in Wien. Aufgrund seismischer Messungen wird die bevorstehende Detonation einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Als Spieler müssen Untersuchungen angestellt werden, die bereits nach kurzer Zeit deutlich mehr offenbaren. Dies sind die Rahmenbedingungen des "aufwendigsten" Escape Rooms Österreichs namens "Going Underground", der am 15. März am Hernalser Gürtel 24 seine Pforten für Besucher öffnet. Bis zu sechs Spieler müssen innerhalb von 90 Minuten den Fall lösen. DER STANDARD hat sich auf Spurensuche begeben.

    Hinter dem 170-Quadratmeter-Ecape-Room steht Crime Runners. Das Unternehmen bietet beim Schottentor seit längerem ein ähnliches Angebot für Freunde des Rätselspaßes. Beim neuen Escape Room soll es sich laut Geschäftsführer Lukas Rauscher um den "aufwendigsten Österreichs beziehungsweise ganz Europa handeln". Zwei Jahre lang haben rund 20 Mitarbeiter an der Umsetzung getüftelt. Finanzielle Unterstützung gab es vom Austria Wirtschaftsservice und der Wirtschaftsagentur Wien.

    crime runners - escape room im zentrum

    "Videospiel in Echt"

    Geschätzt 60 Escape Rooms gibt es laut Rauscher in Österreich, weltweit sollen es um die 50.000 sein. Um aus der Masse herauszustechen, wollen die Betreiber eine Art "Videospiel in echt" bieten – mit Fokus auf narrative Elemente und der Kombination von mehreren interaktiven Möglichkeiten. So wird auf das Zusammenspiel von Licht-, Audio- und Bühneneffekten gesetzt, garniert mit Videos und Hologrammen. Beobachtet wird der Ausbruchsversuch von einem menschlichen Gamemaster, der mittels Funkgerät Tipps gibt.

    DER STANDARD war zu sechst vor Ort und schaffte den "Ausbruch" in circa 80 Minuten. Dabei punktete der Escape Room vor allem mit Immersion und Rätseln, die durchaus eine gewisse Hirnleistung voraussetzten. Durch verschiebbare Wände bekommt man etwa das Gefühl, in den Untergrund zu reisen, und aufgrund des Bühnenbildes findet man sich in einer Grotte wieder, die tatsächlich Erinnerungen an eine Höhle weckt und ganz vergessen lässt, dass man sich eigentlich gerade am Wiener Gürtel befindet. Originalrequisite aus dem Zweiten Weltkrieg rundet das Erlebnis ab.

    Teamarbeit erfordert

    Gut gefiel auch, dass bei einigen Aufgaben Teamarbeit nötig war. Teilweise musste man zu sechst zusammenarbeiten, damit man bei den vielzähligen Stationen vorankommt. Ferner kann auch die Story gelobt werden. Diese ist zwar nicht besonders tiefgehend, aber wird im Laufe der 90 Minuten gut erzählt und geschildert. Zuletzt richtet sich der Escape Room an Neulinge genauso wie an Rätselexperten, da bei Schwierigkeiten automatisiert beziehungsweise manuell Sound-Snippets abgespielt werden, die mehr Hinweise auf die Lösung liefern.

    "Going Underground" kostet mit sechs Spielern 35 Euro pro Person. Kommt man zu dritt, werden 49 Euro fällig. (Daniel Koller, 6.3.2019)

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Richtlinien: Die Teilnahme erfolgte auf Einladung der Betreiber.

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