USA und Russland sprachen in Wien über Transparenz bei Militäroperationen

    5. März 2019, 11:20
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    Während die Politik über Rüstung streitet, verhandelten Russen und US-Amerikaner über künftige Beziehungen. Worüber genau, wird geheim gehalten

    Wien/Washington – Ungeachtet des eskalierenden Rüstungsstreits bekennen sich die USA und Russland zu gemeinsam zu mehr "Transparenz" und "Konfliktvermeidung" bei ihren jeweiligen Militäroperationen. Dies verlautete nach einem Treffen der Generalstabschefs beider Länder, Joseph F. Dunford und Waleri Gerassimow, am Montag in Wien seitens des US-Militärs.

    "Die beiden (Militär)chefs sind sich der Bedeutung regelmäßiger Kommunikation bewusst, um Fehleinschätzungen zu vermeiden und die Transparenz und Konfliktvermeidung in Gebieten zu fördern, in denen unsere Streitkräfte in großer Nähe aktiv sind", hieß es in einer Mitteilung von Dunfords Sprecher Patrick Ryder.

    Vertraulich

    Dunford und Gerassimow haben, wie schon bei früheren Treffen, vereinbart, die Inhalte des Gesprächs vertraulich zu behandeln. Auf der Tagesordnung sei Syrien gestanden, wo die US-geführte Koalition und Russland aktiv seien, aber auch die allgemeinen Militärbeziehungen zwischen den USA und Russland sowie die Sicherheitslage in Europa. Zudem hätten die beiden Militärchefs darüber gesprochen, wie man die Sicherheit der jeweiligen Militäroperationen, aber auch die "strategische Stabilität" zwischen den beiden Streitkräften vergrößern könne.

    Nicht erwähnt wurde in der Aussendung der INF-Vertrag über den Verzicht auf nukleare Mittelstreckenraketen. Nachdem die USA wegen einer angeblichen Verletzung durch Russland aus dem Vertrag ausgestiegen waren, unterzeichnete am gestrigen Montag auch Kreml-Chef Wladimir Putin ein Dekret zur Aussetzung dieses wichtigen Abrüstungsvertrags, der in der Endphase des Kalten Krieges geschlossen worden war. Die Kündigungsfrist läuft im August aus. (APA, 5.3.2019)

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