Serbiens Präsident hält Anerkennung des Kosovo für möglich

    5. März 2019, 08:10
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    Vučić fordert "Kompromiss" mit Gegenleistung

    Rom – Serbiens Präsident Aleksandar Vučić hält eine Anerkennung des Kosovo als souveräner Staat unter Bedingungen für möglich. Zunächst müsse aber ein "Kompromiss" gefunden werden, sagte Vučić der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. "Wir können den Kosovo nicht anerkennen, ohne von der anderen Seite etwas zu bekommen."

    Er sei "sicher", dass mit "Hilfe unserer europäischen Freunde" und mit Unterstützung von Russland, den USA, China und anderen Länder eine "Lösung" gefunden werden könne.

    Der Kosovo, in dem mehrheitlich ethnische Albaner leben, hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Belgrad weigert sich bis heute, die Loslösung seiner früheren südlichen Provinz anzuerkennen.

    Bedingung für EU-Beitritt

    Allerdings muss Serbien alle Gebietsstreitigkeiten beilegen, bevor es wie angestrebt der EU beitreten kann. Serbien ist bereits offiziell EU-Beitrittskandidat, der Kosovo wird von der EU als "potenzieller Kandidat" geführt.

    Kosovos Regierungschef Ramush Haradinaj hatte der Nachrichtenagentur AFP im Jänner gesagt, er halte ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zu Serbien in diesem Jahr für möglich. Verhandlungen über einen Gebietstausch mit dem Nachbarland schloss er aber aus. (APA, 5.3.3019)

    • Vučić (re.) will Kompromisse machen.
      foto: ap photo/darko vojinovic, file

      Vučić (re.) will Kompromisse machen.

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