Freiheit oder Ausbeutung: Was taugen Jobs bei Uber, Foodora und Co?

    5. März 2019, 11:40
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    Foodora- und Mjam-Boss Artur Schreiber diskutiert live mit der Gewerkschafterin und Buchautorin Veronika Bohrn Mena über prekäre Arbeitsplätze und die Plattformökonomie

    Uber, Foodora und andere digitale Plattformen verändern nicht nur die Art und Weise, wie wir essen, einkaufen oder auf Urlaub fahren, sondern prägen auch zusehends die Arbeitswelt. In Österreich verdienen inzwischen tausende Menschen ihr Geld als Uber-Fahrer, Essenszusteller oder über Plattformen wie Clickworker, auf denen Unternehmer Dienstleistungen nachfragen und jeder App-Nutzer via Smartphone einen Auftrag annehmen kann.

    Doch was taugen die neuen Jobs? Bringen Sie für Menschen mehr Freiheit, die selbst bestimmen wollen, wann und wie sie arbeiten, oder sind die Plattformjobs eine neue Form von Ausbeutung?

    Worüber wir reden? Bestimmen Sie mit!

    Darüber diskutieren am Mittwoch im STANDARD-Studio Artur Schreiber, der Geschäftsführer von Delivery Hero Austria, zu dem die Essenszusteller Mjam und Foodora gehören, und die Gewerkschafterin und Buchautorin Veronika Bohrn Mena. Bei der STANDARD-Diskussion bestimmen Sie wie immer mit, worüber geredet wird: Posten Sie hier Ihre Fragen im Forum zum Thema und stellen Sie sie während der Diskussion am Mittwoch ab 12 Uhr auf derstandard.at.

    Die Working Poor

    Mehr als 300.000 Menschen in Österreich gehören zu den Working Poor, sie sind also trotz Arbeit arm, schreibt die Gewerkschafterin Bohrn Mena in ihrem soeben erschienenen Buch "Die neue ArbeiterInnenklasse – Menschen in prekären Verhältnissen". Manche von ihnen verdienen ihr Geld als Fahrradkuriere, Essenszusteller oder Uber-Fahrer.

    Viele der neuen Arbeitnehmer verdienen extrem schlecht, obwohl sie oft überlang arbeiten müssen, kritisiert Bohrn Mena in ihrem Buch.

    Aber wie ließe sich daran etwas etwas ändern – wo sonst noch findet sich prekäre Beschäftigung in Österreich? Was ist mit Akademikern, die sich von Job zu Job hanteln? Diese Fragen wollen wir diskutieren.

    Sicher ist freilich auch: Für Studierende, Migranten und junge Arbeitnehmer bieten Uber, Foodora und Co einen einfachen und schnellen Zugang zum ersten eigenen Einkommen. In vielen Fällen wären Menschen ohne die Plattformen arbeitslos. Und besteht nicht die Gefahr, dass Gewerkschaften mit ihrem Kampf gegen die neue Form der Beschäftigung Innovationen abtöten, weil sie Unternehmen aus dem Markt drängen? Wir werden darüber reden. Moderation: András Szigetvari (red, 5.3.2019)

    • Zu Gast bei der STANDARD-Diskussion: Artur Schreiber, leitet Mjam und Foodora. Die Buchautorin und Gewerkschafterin Veronika Bohrn Mena.

      Zu Gast bei der STANDARD-Diskussion: Artur Schreiber, leitet Mjam und Foodora. Die Buchautorin und Gewerkschafterin Veronika Bohrn Mena.

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