Shopimore: Steirisches E-Commerce-Start-up insolvent

    4. März 2019, 15:09
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    Firma bot Cloud-Lösungen für Multichannel-Handel an – Unternehmen soll mittels Investoren fortgeführt werden

    Der weststeirische IT-Dienstleister Shopimore GmbH mit Sitz in Hitzendorf bei Graz hat mit einer Überschuldung von rund 1,65 Mio. Euro Insolvenz angemeldet. Dies teilten die Kreditschützer KSV und Creditreform am Montag mit. Betroffen sind sechs Arbeitnehmer und rund 40 Gläubiger. Über die deutsche Mutter Shopimore AG war Ende Februar in Ingolstadt ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

    Durchgeführt wird ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, das Unternehmen soll fortgeführt werden. Zum Insolvenzverwalter wurde der Deutschlandsberger Rechtsanwalt Peter Handler bestellt. Passiva von rund 2,65 Mio. Euro stehen Aktiva von rund einer Mio. Euro gegenüber, woraus sich eine Überschuldung von rund 1,65 Mio. Euro ergibt. Die Gläubiger sollen eine Quote von 20 Prozent erhalten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans.

    Cloud-Lösung für Handel

    Die Shopimore bot ein "Software Komplett Paket" an, welches Unternehmen Multichannel-Handel ermöglicht. In einer Cloud-Lösung werden Systeme wie Online-Marktplätze, Kundenkarten- bzw. Kundenbindungssysteme oder Online-Shops verknüpft. Das 2015 gegründete Start-up befand sich erst im Aufbaustadium, Anlaufverluste wurden durch Investoren bzw. aus der Gesellschaftersphäre finanziert. Im Jahre 2018 wurde eine weitere Investorenrunde durchgeführt, diese sollte durch eine Kapitalerhöhung bei der deutschen Shopimore AG durchgeführt werden. Ende 2018 scheiterten diese Investorengespräche aber überraschend. In der Folge musste die AG selbst die Insolvenz beim Amtsgericht Ingolstadt beantragen.

    Laut KSV könne der angestrebte Sanierungsplan nur durch neue Investorenbeiträge finanziert werden. Weiters ist die Abgabe von Rückstehungserklärungen einzelner Gläubiger erforderlich. Mit dem deutschen Insolvenzverwalter müssten Gespräche zum Erwerb der 100 Prozent Geschäftsanteile geführt werden. Die Finanzierung des Betriebes bis zu einer eventuellen Investorenlösung soll aus der Fertigstellung eines bereits in Abarbeitung befindlichen Kundenauftrages erfolgen. (APA, 04.03.2019)

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