Steirische Grüne wollen sich bei Landtagswahl auf Klimaschutz konzentrieren

    4. März 2019, 13:52
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    Listenerste Krautwaschl: "Geht darum, die Klimaschutz-Schlafhauben SPÖ und ÖVP aus dem Dornröschenschlaf zu wecken"

    Graz – Die steirischen Grünen gaben sich am Wochenende als erste Partei eine Art Landtagswahlliste und wollen sich auf Klima- und Umweltschutz konzentrieren. Die Listenerste und LAbg. Sandra Krautwaschl stellte die Kandidaten am Montag in Graz vor: Die Stoßrichtung ist klar: Krautwaschl geht es darum, dass die "Klimaschutz-Schlafhauben SPÖ und ÖVP aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden".

    Krautwaschl sprach von einer "Liste mit Menschen, die mit mir gemeinsam bei der nächsten Landtagswahl laufen werden". Sie habe bezüglich des Konvents am Wochenende das Gefühl, dass alles sehr wertschätzend abgelaufen sei. Die Listenerste – Gemeinderätin in Gratwein-Straßengel nördlich von Graz und bekannt geworden durch das nun seit zehn Jahren laufende Experiment, fast plastikfrei zu leben – zeigte sich überzeugt, dass "wir mit unserem Team die Leute super abholen können".

    Allianz der Engagierten

    Ihr gehe es um "eine Allianz der Engagierten". Man habe im Klima- und Umweltfragen nicht mehr hundert Jahre Zeit, man müsse vom Reden ins Tun kommen. Heutzutage würden 17-Jährige streiken, weil sie sich Sorgen um ihre Zukunft machten. "Die Jungen sind da schon weiter als es die Politik je war, sie können sich vorstellen, plastikfrei zu leben, ohne Auto, sie wollen nicht oder nicht mehr so viel fliegen, sie spüren, so kann's nicht weitergehen", sagte Krautwaschl, die sich selbst als "radikale Optimistin und Teamplayerin" bezeichnete und für eine ökosoziale Steuerreform eintreten will.

    Zweiter auf der Landtagliste wird der Obersteirer und jetzige Klubobmann Lambert Schönleitner sein. Auf Platz drei folgt die Umwelttechnikerin Lara Köck, gebürtige Mürztalerin und nun in Graz wohnhaft. Auf Platz vier kandidiert der Medizinstudent und Grüne Jugend Steiermark-Mitbegründer Georg Schwarzl aus dem südsteirischen Tillmitsch. Platz fünf ist für Projektmanagerin Veronika Nitsche, eine gebürtige Tirolerin und seit Ende 2018 im Vorstand der Grazer Grünen, reserviert. Der Musiklehrer, Forstwirt und Unternehmer Alexander Pinter aus Graz-Geidorf rangiert auf dem sechsten Platz.

    Keine Zahlen

    Die vollständige Liste werde im Herbst erstellt, sagte Krautwaschl. Auf ein Wahlziel in Zahlen wollte sie rund ein Jahr vor dem wahrscheinlich Termin der Landtagswahl nicht eingehen. "Wir möchten jedenfalls zulegen", sagte sie auf Nachfrage. Die Grünen halten drei Mandate im 48-köpfigen Landtag. (APA, 4.3.2019)

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