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    Anleitung zum Erfolg:

    4. März 2019, 12:00

    Wie schafft es HR in die Unternehmensstrategie?

    Unsere Arbeitswelt ist in Bewegung, die wachsende Digitalisierung und Globalisierung setzen insbesondere auch für HR neue Meilensteine, man denke alleine an den inzwischen allgegenwärtigen "War for Talents" und an Trends wie das "neue Arbeiten" der Generationen Y und Z. Das Personalmanagement hat folglich alle Hände voll zu tun – und die modernen Aufgaben von HR haben heutzutage große Bedeutung für das gesamte Unternehmen und seine Positionierung im Markt.

    HR ist zweifelsfrei ein strategisch wie operativ wichtiger Bestandteil des Unternehmens und sollte neben den klassischen Funktionen wie Finance, IT, Marketing und Vertrieb zwingend in jeder Geschäftsführung bzw. im Vorstand vertreten sein.

    Doch die Wirklichkeit sieht leider anders aus. In den meisten Organisationen läuft das Personalmanagement noch immer "nebenher". Wie kann das geändert werden? Und was bedeutet es konkret, wenn HR Teil der Unternehmensführung wird?

    Diese und viele weitere Fragen wurden im Rahmen eines Netzwerktreffen des HR Circles am 25. Februar in Wien mit interessanten Podiumsgästen diskutiert.

    Rund 40 HR-Verantwortliche österreichischer Unternehmen folgten der Einladung um gemeinsam Strategien zu entwickeln, die Rolle der HR-Abteilung im Unternehmen zu ändern. Moderiert wurde der Abend charmant von Maria Macho (SD Worx).

    Bernd Allmer (Leiter HR & Unternehmensentwicklung in der Helvetia Versicherung) ist davon überzeugt, dass HR nur dann in die Vorstandsebene gelangt, wenn diese selbstverantwortlicher agiert. "Es braucht eine klare Strategie im HR, die mit der Unternehmensstrategie einhergeht. Strategen im HR müssen sich ganz bewusst von operativen Aufgaben befreien, um die nötige Zeit zu haben strategische Themen zu bearbeiten."

    Denn eines ist klar, wenn HR sich nur wie vor 20 Jahren um administrative Aufgaben wie Personalverrechnung kümmert, dann wird HR auch genau so von der Unternehmensleitung gesehen.

    Eva Planötscher-Stroh (Leitung HR Vereinigte Bühnen Wien) weiß: "Operative Aufgaben werden von HR oft als Ausrede herangezogen, um die mangelnde strategische Ausrichtung zu rechtfertigen. HR muss hinein in die Rolle des Forderers und Treibers und raus aus der Rolle des reinen HR-Dienstleisters."

    Veronika Aumaier (Geschäftsführerin AUMAIER CONSULTING|TRAINING GmbH) hat viele Geschäftsführer in ihren Coachings: "Nur die wenigsten Geschäftsführer kommen mit einem HR-Thema zu mir. Sie haben eher Strategiethemen und denken häufig gar nicht daran, das mit HR zu besprechen. Sie wären froh, wenn ihnen HR zuarbeitet."

    Daher eine klare Empfehlung: HR sollte öfters eigeninitiativ an die Geschäftsführung herantreten! Wenn ein HR-Leiter sein Karriereziel als Geschäftsführer sieht, dann denkt er automatisch anders, und nicht nur für das HR-Silo. So könnten die Themen auch "oben" ankommen.

    Steffi Bärmann (Forscherin an der FHWien der WKW): "In einem ersten Schritt muss sich die HR-Abteilung ihrer eigenen Rolle bewusst werden. Danach müssen klare Ziele definiert werden, was die HR für das Unternehmen beitragen kann. Im letzten Schritt geht es darum herauszufinden, welche Kompetenzen benötig werden um diese Ziele zu erreichen."

    Bernd Allmer rät allen HR-Leitern sich auch stark mit dem Thema der Organisationsentwicklung zu beschäftigen und entsprechende Ausbildungen zu machen. So kann er auch mit Unternehmensstrategen diskutieren und erst in einem zweiten Schritt den "HR-Hut" aufsetzen.

    Fazit: HR muss proaktiver werden und die Expertenrolle öfters in Richtung Organisationsentwicklung verlassen. Dann wird es häufiger gehört und kann sich aktiv an der Unternehmensstrategie beteiligen.

    Nächster Termin: 29. April: "High Tech braucht High Touch. Digitalisierung: Was heißt das für die Führung?

    www.hrcircle.at

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    • © Martina Draper

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