Mattersburg setzt sich in Innsbruck von Wacker ab

3. März 2019, 18:58
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Vier Aluminiumtreffer aber nur ein Tor im Tivoli-Stadion – Burgenländer schon sechs Punkte vor den zehntplatzierten Innsbruckern

Innsbruck – Der SV Mattersburg hat seine theoretische Chance auf das Erreichen der Meisterrunde in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Die Mannschaft von Trainer Klaus Schmidt setzte sich am Sonntag zum Abschluss der 20. Runde auswärts bei Wacker Innsbruck mit 1:0 (0:0) durch. Der Liga-Neunte hat in der Tabelle vier Punkte Rückstand auf Sturm Graz, das den sechsten Platz besetzt.

Mattersburg darf noch hoffen

Andreas Gruber sorgte in der 75. Minute nach einem Steilpass von Jano für das einzige Tor am Tivoli. Damit hielt der Ex-Sturm-Akteur die zarten Hoffnungen Mattersburgs, am Ende des Grunddurchgangs zu den sechs besten Teams zu gehören, am Leben. Die auf Rang zehn abstiegsgefährdeten Innsbrucker sind im Oberhaus bereits sechs Spiele en suite ohne Sieg.

Wacker kam besser aus den Startlöchern, in der dritten Minute traf Cheikhou Dieng per Direktabnahme die Querlatte. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Gäste aus dem Burgenland Tritt fassten. Marko Kvasina (7.) schoss am langen Eck vorbei, Cesar Ortiz (9.) traf nach einem Corner das Außennetz. Es entwickelte sich ein turbulenter Schlagabtausch mit Chancen in Hülle und Fülle auf beiden Seiten. Zunächst zog Zlatko Dedic (20.) rechts im Strafraum ab, SVM-Goalie Markus Kuster wehrte ab.

In der 28. Minute war es erneut Dieng, der wieder nach idealer Dedic-Hereingabe den Ball links am Tor vorbeijagte. Im direkten Gegenzug schoss Florian Hart am Gehäuse vorbei. Nach einer halben Stunde begann die starke Phase von Mattersburg: Erst reagierte Knett (34.) nach einem Rettungsversuch seines Verteidigers Christian Klem im Strafraum stark, dann knallten die Burgenländer den Ball innerhalb von zwei Minuten dreimal an die Latte.

Vor der Pause drückte Innsbruck noch einmal an. Bei zwei Chancen von Kapitän Dedic und Stefan Peric (43.) war SVM-Goalie Kuster zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel versuchte es Dedic (47.) aus rund 25 Metern, traf das Tor aber nicht. Die folgenden Minuten gehörten Mattersburg, danach war wieder Innsbruck am Zug, agierte allerdings meist zu ungenau. In der 67. Minute probierte es Stefan Meusburger aus spitzem Winkel, doch neuerlich stand Kuster goldrichtig.

Versagen der Abseitsfalle

Auf der anderen Seite kam Gruber zur ersten Mattersburger Möglichkeit nach der Pause und verwertete diese im Duell mit Knett eiskalt. Die Abseitsfalle der Heimmannschaft hatte davor zu früh zugeschnappt, der Angreifer war im richtigen Moment gestartet. Die Innsbrucker Schlussoffensive brachte nichts mehr ein, die letzte Gelegenheit setzte Muhammed Kiprit (91.) ans Außennetz.

Mattersburg muss nun m Heimspiel gegen Rapid in der 21. Runde sowie zum Schluss auswärts bei St. Pölten versuchen, noch den Sprung auf Platz sechs zu schaffen. Dabei ist man aber auch auf fremde Hilfe angewiesen. (APA, 3.3.2019)

Fußball-Bundesliga (20. Runde):

FC Wacker Innsbruck – SV Mattersburg 0:1 (0:0). Tivoli Stadion Tirol, 2.873, SR Schörgenhofer.

Tor: 0:1 (75.) Gruber

Wacker: Knett – Meusburger, Maak, Peric – Satin (82. Freitag), Harrer, Henning, Gabriele (78. Horvath), Klem – Dieng (69. Kiprit), Dedic

Mattersburg: Kuster – Ortiz, Mahrer, Rath – Hart, Jano, Salomon, Renner – Pusic (72. Kuen), Kvasina (87. Bürger), Gruber (80. Erhardt)

Gelbe Karten: Gabriele, Harrer bzw. Rath, Kvasina

Stimmen:

Karl Daxbacher (Innsbruck-Trainer): "Wir versuchen natürlich immer, uns bestens einzustellen auf den Gegner, das ist einmal das Wichtigste, und versuchen, über die Stärken der eigenen Mannschaft zu kommen. Das gelingt im Moment nicht, bei allem Einsatz und Willen der Mannschaft bei der Vorbereitung auf die Spiele. Es klappt nicht."

Über seine Zukunft beim Verein: "Viele Trainer sind nicht mehr über, die nicht gewechselt wurden. Fürchten tue ich mich nicht, und so schlimm ist dann das auch nicht. Es passiert vielen Trainern und vielen viel besseren Trainern als mir, dass sie einmal abgelöst werden. Da habe ich jetzt nicht das große Problem damit."

Klaus Schmidt (Mattersburg-Trainer): "Wir haben am Sonntag Rapid vor der Brust. Ich hoffe, dass das Stadion gut besucht sein wird. Vielleicht schaffen wir eine Sensation, dann reden wir weiter. Heute bin ich noch zu sehr weg von der Meisterrunde, sondern es war mir wichtig, dass wir heute gut spielen, dass wir drei Punkte mitnehmen."

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