Ex-Porsche-Chef Müller muss private Vergnügen nachversteuern

    3. März 2019, 13:11
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    Porsche muss einen zweistelligen Millionenbetrag ans Finanzamt nachzahlen, auch der Ex-Chef wird zur Kasse gebeten

    Frankfurt – Porsche ist wegen fehlerhafter Steuererklärungen ins Visier der Steuerbehörden geraten. Der "Bild am Sonntag" zufolge musste der Sportwagen-Hersteller einen zweistelligen Millionenbetrag ans Finanzamt nachzahlen. So habe Porsche bei den Gehältern für Mitarbeiter in Altersteilzeit zu geringe Lohnsteuern abgeführt, berichtete die Zeitung am Sonntag. Zudem habe der ehemalige Porsche-Chef Matthias Müller die Kosten für seine Feier zum 60. Geburtstag sowie privat motivierte Reisen mit dem Firmenjet und Chauffeurdienste als geldwerte Vorteile nachträglich versteuern müssen.

    Porsche bestätigte, dass das Finanzamt Stuttgart 2017 ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und in diesem Zusammenhang im Juni 2018 die Räumlichkeiten der Porsche AG durchsucht habe. "Die Porsche AG hat in diesem Zuge sämtliche Unterlagen bereitwillig zur Verfügung gestellt und vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert." Porsche habe wesentliche Sachverhalte bereits aufgearbeitet, gemeldet und bezahlt und auch zu erwartende Steuerzahlungen pauschal beglichen, erklärte der zum Volkswagen-Konzern gehörende Autobauer weiter. Außerdem habe Porsche mithilfe von Beratern seine Prozesse verbessert. (Reuters, 3.3.2019)

    • Auf Porsche dürfte eine saftige Steuernachzahlung zukommen.
      foto: apa/afp/thomas kienzle

      Auf Porsche dürfte eine saftige Steuernachzahlung zukommen.

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