Admira lässt Rote Laterne in Altach zurück

2. März 2019, 18:55
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Die Südstädter holen Big Points im Abstiegskampf. Schmidt erzielt das 1:0-Goldtor

Altach – Die Admira hat das Tabellenende der Fußball-Bundesliga mit dem zweiten Sieg im zweiten Frühjahrsspiel verlassen. Im Kellerduell mit dem SCR Altach entführten die Südstädter am Samstag einen 1:0-(0:0)-Sieg aus dem "Ländle". Die Altacher sind zwei Punkte hinter der Admira nun neues Schlusslicht.

Ein Treffer von Patrick Schmidt (57.) entschied die Partie. Für die Admira scheiterte Stephan Zwierschitz dann noch mit einem Foul-Elfmeter an Altachs Torhüter Martin Kobras (66.). Für die Elf von Trainer Reiner Geyer war es nach dem 3:0 gegen Wacker das nächste Erfolgserlebnis. Werner Grabherr wartet indes mit seiner Mannschaft nach dem 0:0 beim WAC in der Vorwoche im neuen Jahr noch auf ein Tor. Für Altach war es die siebente Niederlage im elften Heimspiel der Saison. Im Finish skandierten Zuschauer "Grabherr raus".

Zähe Anfangsphase

Das Spiel des Elften aus Vorarlberg gegen den Zwölften aus Niederösterreich war lange kein fußballerischer Leckerbissen. Die Mannschaften setzten auf wenig Risiko. Zwar wurde mitunter früh attackiert, der Fokus lag aber darauf, keine Lücken zu offenbaren. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe die 3.618 Besucher eine echte Torchance zu sehen bekamen. Die hatte es jedoch in sich: Emir Karic nahm einen Wechselpass von Andreas Lienhart volley mit links, der Ball klatschte von der Stange zurück ins Feld.

Die Südstädter, bei denen Winterzugang Kolja Pusch aufgrund von muskulären Problemen fehlte, versuchten eher, dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Erst im Finish der ersten Spielhälfte kamen die Gäste zu so etwas wie einer Chance. Nach einem Freistoß entwischte Schmidt, Kobras war aber zur Stelle (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff schoss Salzburg-Leihgabe Mergim Berisha aufseiten der Altacher noch knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei.

Joker Kalajdzic brachte Schwung

Bei der Admira kam Sasa Kalajdzic nach dem Seitenwechsel ins Spiel. Der von Rapid umworbene 21-Jährige wusste zu gefallen und leitete die Führung seiner Elf ein. Routinier Philipp Netzer leistete sich einen folgenschweren Ballverlust, Kalajdzic bediente Schmidt, der den Ball an Kobras vorbeibrachte. Keine zehn Minuten später hätte Admiras gut harmonierende Duo fast nachgelegt. Nach einem Konter und Doppelpass mit Schmidt scheiterte Kalajdzic aber an Kobras.

Der folgende Eckball hätte eine Vorentscheidung für die Admira bringen können. Simon Piesinger rangelte mit Christoph Schösswendter, Schiedsrichter Sebastian Gishamer entschied auf Strafstoß. Kobras tauchte gegen Zwierschitz jedoch in die richtige Ecke (66.). Altach mühte sich in einer nun unterhaltsamen Partie weiter, Linie ins Offensivspiel zu bringen. Der Erfolg blieb aus. In der 79. Minute war der Ball im Gäste-Tor, Netzer stand bei seinem Kopfball aber im Abseits. (APA, 2.3.2019)

SCR Altach – FC Admira 0:1 (0:0)
Cashpoint-Arena, 3.618, SR Gishamer.

Tor: 0:1 (57.) Schmidt

Altach: Kobras – Zwischenbrugger, Zech, Netzer – Lienhart, Piesinger, Fischer (89. Luckeneder), Karic – S. Nutz (81. Meilinger) – Gebauer (63. Grbic), M. Berisha

Admira: Leitner – Aiwu, Schösswendter, Bauer – Zwierschitz, Toth, Vorsager, Scherzer (92. Maier) – Hjulmand, Starkl (46. Kalajdzic) – Schmidt (86. Paintsil)

Gelbe Karten: Piesinger, Kobras, Lienhart bzw. Vorsager

Anmerkung: Zwierschitz scheiterte mit Foul-Elfmeter an Kobras (66.)

Stimmen:

Werner Grabherr (Altach-Trainer): "Es ist klar, am Ende hat der Trainer die Verantwortung. Deshalb übernehme ich die Verantwortung für diese Leistung. Uns war bewusst, dass bei solchen Ergebnissen wieder eine Diskussion losgetreten wird. Aber mir tut es leid für die Mannschaft, weil sie sich in der ersten Halbzeit für drei Großchancen nicht belohnt hat. Nach dem 0:1 war es schwierig, vor allem vom Kopf her. Für uns gibt es nur die Möglichkeit, ruhig zu bleiben und weiterzuarbeiten."

Reiner Geyer (Admira-Trainer): "In der ersten Halbzeit hatten wir schon unsere Probleme. Da hatten wir eigentlich keinen Zugriff auf unseren Gegner. Die zweite Halbzeit war weitaus besser, das haben die Jungs richtig gut gemacht, wir sind besser in die Räume gegangen. Am Ende war es ein vielleicht etwas glücklicher, aber verdienter Sieg."

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