Rapid schnuppert an Meistergruppe

2. März 2019, 18:51
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Die Hütteldorfer feiern einen souveränen Erfolg in Niederösterreich und setzen Konkurrenz unter Druck. Pavlovic, Ljubicic, Knasmüllner und Sonnleitner treffen

St. Pölten – Rapid darf weiterhin auf die Teilnahme an der Meisterrunde der Fußball-Bundesliga hoffen. Die Hütteldorfer feierten am Samstag durch Treffer von Andrija Pavlovic (17.), Dejan Ljubicic (45.), Christoph Knasmüllner (52.) und Mario Sonnleitner (68.) einen 4:0-Sieg in St. Pölten, schoben sich damit auf Platz sieben und liegen vorerst einen Punkt hinter dem Sechsten Austria und dem Fünften Sturm Graz.

Diese beiden Clubs sind so wie die zwei Zähler hinter Rapid liegenden Hartberger erst am Sonntag im Einsatz. Vor dem Ende des Grunddurchgangs treffen die Grün-Weißen noch auswärts auf Mattersburg und daheim auf Hartberg.

Vorentscheidung in erster Spielhälfte

Gegen St. Pölten holte Rapid in diesem Kalenderjahr den dritten Sieg im dritten Spiel auf nationaler Ebene, und das auf souveräne Art und Weise. Für das 1:0 der von Beginn an überlegenen Gäste zeichnete Pavlovic verantwortlich, als er nach einem Corner von Thomas Murg am höchsten sprang und einköpfelte (17.). Es war das erste Bundesliga-Tor des Serben. Drei Minuten später verjuxte Andrei Ivan leichtfertig eine Topchance, scheiterte völlig freistehend aus kurzer Distanz an SKN-Goalie Christoph Riegler.

In der 29. Minute wäre Riegler schon geschlagen gewesen, der Heber von Pavlovic verfehlte jedoch knapp das Ziel. Das zweite Rapid-Tor war dadurch aber nur bis kurz vor der Pause aufgeschoben: Eine Freistoßflanke von Philipp Schobesberger, der für den mit einer Handverletzung ausgeschiedenen Murg gekommen war, verlängerte Maximilian Hofmann und Ljubicic war per Kopf zur Stelle. Allerdings hatte der Freistoß aus einem Fehlpfiff von Schiedsrichter Dominik Ouschan resultiert.

Höchster Saisonsieg

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Rapid klar tonangebend und sorgte in der 52. Minute endgültig für klare Verhältnisse. Der starke Schobesberger ließ SKN-Verteidiger Daniel Drescher stehen und servierte den Ball mustergültig auf Knasmüllner, der nur noch einnicken musste. Knasmüllner ließ bei Fehlschüssen in der 65. und 76. Minute gute Gelegenheiten auf weitere Tore aus, dafür hatte Sonnleitner das Visier besser eingestellt. Der Innenverteidiger beförderte das Kunstleder nach einem Corner mit dem Knie via Latten-Unterkante ins Tor und ist nun mit vier Treffern Rapids erfolgreichster Torschütze in dieser Liga-Saison.

Dank Sonnleitner fixierte Rapid den höchsten Meisterschaftssieg in der laufenden Spielzeit und nahm Revanche für das Heim-0:2 gegen St. Pölten im vergangenen September. Die Partie im Allianz Stadion war das letzte SKN-Match unter Trainer Dietmar Kühbauer, der danach zu den Hütteldorfern wechselte. Unter dem Ex-Teamspieler ergatterten die Niederösterreicher in neun Runden 20 Punkte, sein Nachfolger Ranko Popovic hält bei neun Zählern aus zehn Runden. Dennoch hat St. Pölten als Tabellendritter noch immer sehr gute Chancen auf die Meisterrunde. (APA, 2.3.2019)

Fußball-Bundesliga – 20. Runde:

SKN St. Pölten – SK Rapid Wien 0:4 (0:2).
St. Pölten, NV-Arena, 7.195, SR Ouschan

Tore: 0:1 (17.) Pavlovic
0:2 (45.) D. Ljubicic
0:3 (52.) Knasmüllner
0:4 (68.) Sonnleitner

St. Pölten: Riegler – Meisl, Luan, Drescher – Rasner (79. Luxbacher), Fountas, Mislov, R. Ljubicic (64. Balic), Bajrami – Gartler, Schütz (46. Pak)

Rapid: Strebinger – Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli – D. Ljubicic (61. Müldür), Grahovac – Murg (41. Schobesberger), Knasmüllner, Ivan – Pavlovic (77. Badji)

Gelbe Karten: Rasner bzw. Murg

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Stimmen:

Ranko Popovic (Trainer St. Pölten): "Wir haben eine billige Niederlage kassiert. Nach dem 0:1 hatten wir eigentlich eine gute Phase, ohne dass wir eine große Chance hatten. Wir haben drei Tore aus Standard-Situationen bekommen, das müssen wir in Zukunft besser machen. Die erste Hälfte war nicht so schlecht. Die Mannschaft ist gut gestanden und war spielerisch nicht so schlecht. Bei Standards kann immer etwas passieren."

Dietmar Kühbauer (Trainer Rapid): "Wenn man 4:0 in St. Pölten gewinnt, kann man nur zufrieden sein. Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden, das 1:0 war das Resultat daraus. Nach dem 3:0 haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben noch immer Druck, aber die Mannschaft hat sich das nicht anmerken lassen. Wir haben unsere Pflicht erfüllt, das ist beruhigend. Jetzt schauen wir, was die anderen machen. Das Salzburg-Spiel hat uns natürlich geholfen, aber auch die Inter-Spiele waren nicht so schlecht. Die Mannschaft ist jetzt giftiger und aggressiver in den Zweikämpfen, ist hinten viel stabiler geworden und vorne weiterhin stark. Qualitativ sind wir natürlich stärker als St. Pölten, das muss man schon sagen."

  • Ljubicic traf.
    foto: apa/herbert neubauer

    Ljubicic traf.

  • Ivan traf nicht.
    foto: apa/herbert neubauer

    Ivan traf nicht.

  • Rapid jubelte.
    foto: : apa/herbert neubauer

    Rapid jubelte.

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