Akademiker und Ältere bleiben Problemfälle am Jobmarkt

    1. März 2019, 11:15
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    Die Arbeitslosenquote sank im Februar um 0,6 Punkte auf 8,4 Prozent. Gleichzeitig gab es 15 Prozent mehr offene Stellen

    Wien, Brüssel – Arbeitslose Akademiker und ältere Arbeitskräfte profitieren nicht so stark vom Wirtschaftsaufschwung wie andere Gruppen. Bei beiden lag die Abnahme der Arbeitslosigkeit im Februar jeweils unter zwei Prozent, während am gesamten Jobmarkt der Rückgang im Jahresvergleich fast acht Prozent betrug.

    Bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen stagnierten die Arbeitslosenzahlen inklusive Schulungsteilnehmern, bei Personen mit Behinderung wurde sogar ein leichter Anstieg von 0,3 Prozent verzeichnet. Den stärksten Rückgang gab es bei Jugendlichen unter 25 Jahren und Männern.

    410.355 Personen ohne Beschäftigung

    Insgesamt ließ das Wachstum die Arbeitslosenzahl in Österreich merklich sinken. Ende Februar waren im Vergleich zum Vorjahresmonat 7,7 Prozent weniger ohne Job. Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet waren 410.355 Personen (-34.071) ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank um 0,6 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent.

    Ende Februar gab es 343.400 vorgemerkte Arbeitslose, das waren 5,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim AMS ging um 16,1 Prozent auf 66.955 Personen zurück, geht aus am Freitag veröffentlichten Daten des Arbeitsmarktservice hervor.

    EU-Arbeitslosigkeit auf Tiefstand

    Die gute Konjunktur lässt auch die Zahl der gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen deutlich steigen – sie wuchs im Februar um 15 Prozent auf 72.280. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten stieg laut einer vorläufigen Prognose um 69.000 (+1,9 Prozent) auf 3,731 Millionen.

    In der EU hat die Arbeitslosigkeit im Jänner mit 6,5 Prozent einen neuen Tiefstand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000 erreicht. Im Dezember 2018 waren es noch 6,6 Prozent gewesen. Die Eurozone blieb mit 7,8 Prozent unverändert. Österreich musste im Jänner laut Eurostat-Daten nach EU-Berechnungsmethode einen leichten Anstieg gegenüber Dezember von 4,7 auf 4,8 Prozent hinnehmen. (APA, 1.3.2019)

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