Dortmund setzt in Augsburg auf den Reus-Faktor

28. Februar 2019, 16:23
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Tabellenführer muss im Fernduell mit Bayern vorlegen – Augsburg-Stürmer Gregoritsch: "Wir werden nicht absteigen"

Augsburg – Borussia Dortmund muss am Freitag (20.30 Uhr) im Titelrennen der deutschen Fußball-Bundesliga vorlegen. Der Tabellenführer ist im Fernduell mit Bayern München beim Abstiegskandidaten FC Augsburg gefordert. Die Dortmunder setzen dabei auf die Rückkehr von Kapitän Marco Reus. Der Offensivstar hatte zuletzt drei Wochen wegen einer Muskelverletzung pausieren müssen.

Ohne den Talisman ist Dortmunds Vorsprung auf die Bayern auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Die Clubführung sparte bei der Bedeutung, die dem 29-Jährigen beigemessen wird, nicht mit Superlativen. "Wenn er ausfällt, ist das so, als müsse der FC Barcelona auf Messi verzichten", meinte Vorstandschef Hans-Joachim Watzke. Reus sei "elementar wichtig", ergänzte BVB-Berater Matthias Sammer.

Gregoritschs Zuversicht

Trainer Lucien Favre will aber nichts überstürzen, den verletzungsanfälligen Offensivmann nach dessen Faserriss im Adduktorenbereich nicht verheizen. In Augsburg scheint für den Zweiten der Schützenliste (13 Ligatore) vorerst auch eine Rolle als Joker denkbar. "Wir müssen vernünftig sein", sagte Favre, dessen Team vergangene Woche mit einem 3:2 gegen Bayer Leverkusen auf die Siegerstraße zurückgekehrt ist.

Die Augsburger dagegen haben sechs ihrer vergangenen sieben Ligaspiele verloren. In Freitagspartien gibt es gar so etwas wie einen Fluch: 16 Spiele in Folge ist der FCA dort bereits sieglos. Zwei Punkte liegt Augsburg als Tabellen-15. nur noch vor dem Relegationsplatz, den derzeit der VfB Stuttgart einnimmt, zwei weitere vor der Abstiegszone.

Augsburg-Stürmer Michael Gregoritsch gab sich zuversichtlich. "Wir werden nicht absteigen. Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir gemeinsam rauskommen", versprach der ÖFB-Teamspieler gegenüber dem Fachmagazin "kicker". "Wir besitzen genug Ruhe und Willen, dass wir die Situation beheben können."

Gregoritsch selbst will auch seine Torflaute beheben. Acht Ligaspiele wartet der Angreifer bereits auf einen Treffer. Helfen soll ein Zettel von Trainer Manuel Baum, den der 24-Jährige in seinem Spind hängen hat. Darauf ist verzeichnet, aus welchen Bereichen des Sechzehners die Trefferwahrscheinlichkeit am größten ist.

Lob für Baum

Im Gegensatz zu seinem ÖFB-Teamkollegen Martin Hinteregger, der den Trainer vor seinem Abschied aus Augsburg im Jänner kritisiert hatte, gab es von Gregoritsch nur lobende Worte für Baum: "Wir haben einen sehr guten Trainer, der uns immer einen guten Plan gibt. Wenn wir den eingehalten haben, dann haben wir immer gewonnen oder waren zumindest nicht klar unterlegen." Das soll auch gegen Dortmund gelingen. (APA, 28.2.2019)

Programm 24. Runde deutsche Bundesliga:

Freitag (20.30 Uhr):
FC Augsburg (Danso, Gregoritsch, Teigl) – Borussia Dortmund

Samstag:
Hertha BSC Berlin (Lazaro) – FSV Mainz (Onisiwo, ohne Mwene/verletzt)
Eintracht Frankfurt (Hinteregger, Trainer Hütter) – 1899 Hoffenhiem (Posch, ohne Grillitsch, Ch. Baumgartner/beide verletzt)
Schalke 04 (Burgstaller, ohne Schöpf/verletzt) – Fortuna Düsseldorf (Suttner, ohne K. Stöger/erkrankt)
Bayer Leverkusen (Baumgartlinger, Dragovic, Özcan) – SC Freiburg (P. Lienhart)
1. FC Nürnberg (Jäger, ohne Margreitter/verletzt) – RB Leipzig (Ilsanker, Laimer, Sabitzer; alle 15.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – Bayern München (ohne Alaba; 18.30 Uhr)

Sonntag:
VfB Stuttgart – Hannover 96 (Wimmer, Sahin-Radlinger; 15.30 Uhr)
VfL Wolfsburg (Pervan) – Werder Bremen (Friedl, Harnik; 18.00 Uhr)

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