Burger King übernimmt insolventen Raststätten-Betreiber Rosenberger

    27. Februar 2019, 17:43
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    Der Kaufpreis soll 40 Millionen Euro betragen, die Marke Rosenberger erhalten bleiben

    Wien / St. Pölten – Die Autobahnraststätten von Rosenberger erhalten einen neuen Eigentümer. Nach der Insolvenz des Unternehmens übernimmt Burger King das Geschäft, teilte das Unternehmen mit. Konkret handelt es sich beim Käufer um den österreichischen Franchisepartner TQSR Holding und Development GmbH, ein Unternehmen im Eigentum der Familie des Wiener Wirtschaftsanwalts Dieter Spranz.

    TQSR übernimmt 100 Prozent der Anteile der Rosenberger Restaurant GmbH um rund neun Millionen Euro, wodurch den Gläubigern eine 20-prozentige Quote ihrer Forderungen zukommen soll. 30 Millionen Euro sollen in den Umbau der von 17 auf 14 Standorte schrumpfenden Gesellschaft fließen, teilte TQSR mit. DER STANDARD hatte bereits am Dienstag über die Favoritenstellung von Burger King berichtet, Masseverwalter Christian Lind hielt den Ball daraufhin flach und sprach von einer "Routinesitzung" am Mittwoch.

    Erste Eröffnung innerhalb von zwölf Monaten

    Für den Zuschlag an Burger King dürfte ein bereits bestehendes, aber nie in der Realität umgesetztes Gemeinschaftsunternehmen nicht unwesentlich gewesen sein. "Die Übernahme unseres bisherigen Joint-Venture-Partners Rosenberger ermöglicht uns, endlich die geleisteten Vorarbeiten aufzugreifen und die Umsetzung des in vielen anderen europäischen Ländern erfolgserprobten Multibrand Konzepts konkret anzugehen. Die ersten modernisierten Standorte werden wir noch innerhalb der nächsten zwölf Monate eröffnen" erklärte TQSR-Chef Hartmut Graf.

    Mit der jetzigen Redimensionierung will TQSR das Auslangen finden. Schon der Masseverwalter hatte die Raststätte Ampaß dauerhaft und Haag temporär geschlossen. Am Mittwoch wurde auch das Aus von Lindach bekannt gegeben. Insgesamt wird Rosenberger somit von rund 450 auf 330 Mitarbeiter schrumpfen. Weitere Schließungen oder ein zusätzlicher außerordentlicher Personalabbau nach Abschluss des Sanierungsverfahrens sind laut dem neuen Eigentümer nicht geplant.

    Sieben neue Standorte

    Unter der Marke Burger King werden in Österreich 50 Filialen betrieben, 20 davon zählen zu TQSR. Für 2019 ist die Eröffnung von zumindest sieben neuen Standorten der Fast-Food-Kette geplant.

    Erste Details gibt es auch zum künftigen Auftritt der Raststätten. Hier soll es zu einem Mix aus Rosenberger, Burger King sowie bis zu drei weiteren Systemkonzepten "mit ähnlich bekannten Marken" kommen, teilte TQSR mit. Die Marke Rosenberger stehe zukünftig für gehobene österreichische Küche. Laut dem Gläubigerverband Creditreform soll auch ein eigener "Rosenburger" auf der Menükarte stehen. (red, 27.2.2019)

    • Die Fastfoodkette Burger King veröffentlichte am Mittwoch ohne nähere Erläuterung dieses Bild.
      foto: apa/burger king

      Die Fastfoodkette Burger King veröffentlichte am Mittwoch ohne nähere Erläuterung dieses Bild.

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