Zwei "Seeschlangen" vor der japanischen Küste gefangen

    26. Februar 2019, 14:56
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    Fischern gingen zwei meterlange Riemenfische ins Netz. Die ungewöhnlichen Tiere gelten in Japan als Vorboten von Erdbeben und Tsunamis

    foto: ap/catalina island marine institute
    Riemenfische gelten als die größten Knochenfische der Welt.

    Riemenfische (Regalecidae) sind gleichermaßen seltene wie beeindruckende Lebewesen: Die größten Vertreter dieser Knochenfische erreichen Längen von bis zu siebzehn Metern. Allerdings haben bisher nur wenige Menschen diese Giganten zu Gesicht bekommen, was auch ein Grund dafür ist, dass über die Lebensweise dieser "Seeschlangen" kaum etwas bekannt ist.

    foto: apa/afp/uozu aquarium
    Japanischen Fischern gingen zwei Riemenfische ins Netz.

    Umso beeindruckter zeigten sich nun Forscher über den Fang von Fischern, die vor der Küste der japanischen Insel Okinawa zwei Exemplare der seltenen Riemenfische gefangen haben. Die Fischer waren überrascht, als ihnen die normalerweise in großer Tiefe vorkommenden riesigen schlangenförmigen Tiere lebend ins Netz gingen.

    Erschrockene Fischer

    "Ich hatte vorher immer nur Geschichten über diese Fische gehört", sagte Takashi Yamauchi vom Yomitan-Fischereiverband. "Als ich sie im Hafen sah, war ich ziemlich erschrocken."

    Die beiden meterlangen Tiere – der größere maß vier Meter – starben auf dem Weg zu einem Aquarium. Riemenfische heißen im Japanischen "Ryugu no tsukai" – Botschafter des Palasts des Meereskönigs. Dem Volksglauben zufolge suchen die normalerweise in zwischen 200 und 1.000 Meter Tiefe lebenden Fische vor Seebeben flachere Gewässer auf.

    foto: apa/afp/uozu aquarium
    Der größere der beiden gefangenen Riemenfische maß rund vier Meter.

    Japanischen Medienberichten zufolge hatte es im Vorfeld des schweren Erdbebens und Tsunamis im März 2011 mit rund 18.500 Todesopfern eine ganze Reihe von Riemenfisch-Sichtungen gegeben. In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund ein Dutzend der seltenen Tiere an japanischen Küsten angeschwemmt. (red, APA, 26.2.2019)

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