New Orleans Beignets

    Ansichtssache27. Februar 2019, 11:30
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    Was bei uns Faschingskrapfen, sind in New Orleans dick mit Staubzucker bestreute Beignets

    Nächsten Dienstag ist Faschingsdienstag. In New Orleans wird der "Fat Tuesday" oder "Mardi Gras" besonders ausgelassen gefeiert. Beignets dürfen dabei keinesfalls fehlen.

    Die Teigtaschen, für die New Orleans bekannt ist, lassen sich wohl am besten als eine Mischung aus Polsterzipf/Schürfeln/Hasenöhrl und Krapfen beschreiben. Nicht ganz so flach wie Hasenöhrl, aber auch nicht ganz so dick und flaumig wie Krapfen – und gefüllt sind Beignets auch nicht. Ihr Markenzeichen ist eine mehrere Millimeter dicke Staubzuckerschicht, die die Beignets bedeckt. Also nicht zu sparsam damit umgehen, auch wenn wir es als Österreicher anders gelernt haben.

    foto: ursula schersch
    Beignet essen in New Orleans.

    Zutaten (für ca. 40 Stück mit 6 x 6 cm)

    170 ml warmes Wasser

    170 ml warme Milch

    7 g Trockengerm oder 1/2 Würfel (21 g) frischer Germ

    30 g Butter, zerlassen

    1 Ei (M)

    40 g Zucker

    1 gestrichener TL Salz (4 g)

    450 g glattes Mehl, W700

    Außerdem:

    3/4–1 Liter Sonnenblumenöl zum Frittieren

    Staubzucker zum Bestreuen

    Zubereitung

    Hinweis: Der Teig ist sehr weich. Ich empfehle daher die Zubereitung in der Küchenmaschine mit Knethaken – notfalls aber auch per Hand machbar.

    foto: ursula schersch

    Wasser, Milch und Trockengerm in einer großen Schüssel vermengen. Butter, Ei, Zucker, Salz und die Hälfte des Mehls einrühren. Sobald alle Zutaten gut verrührt sind, das restliche Mehl einrühren und zu einem glatten, weichen Teig kneten.

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    foto: ursula schersch

    Den Teig in eine saubere, geölte Schüssel geben und bei Zimmertemperatur auf das doppelte Volumen gehen lassen, rund 1 Stunde.

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    foto: ursula schersch

    Den Teig entgasen (ganz kurz kneten) und auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche auf 1 cm Stärke ausrollen, 35 cm x 45 cm.

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    foto: ursula schersch

    Den Teig in Quadrate mit einer Seitenlänge von rund 6 cm schneiden – die Quadrate danach etwas auseinanderrücken, damit sie nicht zusammenkleben.

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    foto: ursula schersch

    Öl in einem Topf auf 175 °C aufheizen (am besten mit einem Thermometer prüfen).*

    Das Mehl von den Teigstücken schütteln und die Beignets ins heiße Fett legen.

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    foto: ursula schersch

    Wenn sie golden sind, wenden.

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    foto: ursula schersch

    Die Beignets auf ein paar Lagen Küchenpapier abtropfen lassen.

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    foto: ursula schersch

    Die warmen Beignets großzügig mit Staubzucker bestreuen ...

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    foto: ursula schersch

    ... und servieren. (Ursula Schersch, 27.2.2019)

    * Info zur Frittier-Temperatur: Das Cafe du Monde in New Orleans, die Beignet-Institution schlechthin, empfiehlt eine Temperatur von 188 °C zum Frittieren. Über 175 °C wird vermehrt Acrylamid gebildet, das als gesundheitsschädlich gilt. Bei starker Überhitzung (mehr als 200 °C) kann sich das stark giftige Acrolein bilden.

    >> Das Rezept zum Ausdrucken

    Link zum Blog der Autorin: tasteoftravel.at

    Weiterlesen:

    Donuts: Die amerikanische Version des Krapfens

    Classic Apple Pie

    Tomatensuppe mit Grilled Cheese Sandwich

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